Gelenkersatz / Endoprothetik

Bei einem Gelenkverschleiß an Hüfte oder Knie kommen zunächst konservative Maßnahmen zur Anwendung. Wenn diese keine Verbesserung bewirken und auch rekonstruktive Eingriffe (z. B. Achsenkorrektur) nicht zufriedenstellend sind, empfiehlt sich in den meisten Fällen ein Gelenkflächenersatz.

Hüftgelenk

An der Hüfte stehen für einen nicht gelenkerhaltenden Schenkelhalsbruch –
je nach Situation – eine sogenannte Duokopfprothese (ohne Ersatz der Pfanne) oder eine Vollprothese zur Verfügung.

Schultergelenk

Am Schultergelenk wird sowohl bei Gelenkverschleiß als auch nach (nicht rekonstruierbaren) Trümmerbrüchen des Oberarmkopfes eine Prothese eingesetzt.

Kniegelenk

Am Kniegelenk können je nach betroffenem Gelenkbereich nach Verschleiß eine Schlittenprothese oder eine Vollprothese mit oder ohne Kopplungsmechanismus implantiert werden.

Gewusst?

Am Ellenbogengelenk, Sprunggelenk oder Daumensattelgelenk werden Prothesen eher selten verwendet.

Sonderfälle

Bei Lockerung, Verschleiß oder Infekt-Situation eines künstlichen Gelenkes werden nach dessen Sanierung Wechseloperationen mit speziellen modularen Prothesen durchgeführt.

Bedingt durch die demographische Entwicklung treten auch immer häufiger Brüche bei liegenden Prothesen auf. Je nach Frakturtyp werden diese durch entsprechende Spezialimplantate und -prothesen versorgt.

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Brigitte König

Sekretariat Chefarzt PD Dr. Uwe Lehmann
Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie

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