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Schlaganfallnetzwerk mit Telemedizin in Nordbayern

Zertifizierte Stroke Unit


Qualitätsmanagement nach DIN ISO 9001:2000





Telemedizinische Diagnose

Schnelle Versorgung rund um die Uhr

Bei einem Schlaganfall können wie beim Herzinfarkt Minuten entscheidend sein: Wird der Patient schnell genug optimal versorgt, so verbessern sich die Chancen auf ein Überleben ohne schwere Behinderungen ganz erheblich.

Um eine ideale Behandlung von Schlaganfall-Patienten zu intensivieren, hat das Klinikum Forchheim modernste Technik zur Verfügung: Die Schlaganfalleinheit des Klinikums ist direkt mit den Spezialisten der Neurologischen Universitätsklinik Erlangen Tag und Nacht über eine Standleitung verbunden.



Bessere Behandlung bei Schlaganfällen

Die Behandlungsstrategien beim akuten Schlaganfall - in Bayern trifft es ca. 30 000 Menschen jährlich - haben sich in den vergangenen Jahren deutlich geändert. Dem therapeutischen Nihilismus, also dem schicksalhaften Verlauf ohne Eingreifmöglichkeit, ist eine rasche, aggressive Notfalltherapie gewichen.

Der Notwendigkeit der spezialisierten Behandlung wurde durch die Bayerische Staatsregierung Rechnung getragen und spezielle Stationen, die"Stroke Units", in großen Städten eingerichtet, so auch in der Neurologischen Universitätsklinik in Erlangen.

Damit aber möglichst viele Patienten von dem Fachwissen und der Erfahrung der Experten profitieren können, wurden darüber hinaus auch in anderen Krankenhäusern Einrichtungen zur Behandlung des akuten Schlaganfalls eingeführt. Unter anderem wurde dieses Projekt zwischen der Universitätsklinik Erlangen und dem Klinikum Forchheim in die Tat umgesetzt.



Beratung über Videokonferenz

Mit Hilfe einer Videokonferenz wird entschieden, welche die beste Therapie und Vorgehensweise in jedem einzelnen Falle ist. Der besondere Vorteil ist, dass gleich nach der stationären Aufnahme der körperliche Untersuchungsbefund und die Bilder des Schädel-Computertomogramms per Fernsehkamera und Mikrophon mit dem Erlanger Neurologen diskutiert werden können.

Die telemedizinische Beratung läuft nach einem standardisierten Muster ab. Der Neurologe, in erster Linie der Leiter der Studie, Dr. René Handschu, steuert und leitet von Erlangen aus die Untersuchungen und gibt dem betroffenen Patienten die nötigen Anweisungen zur Beurteilung der typischen Symptome. Der Patient steht sozusagen in unmittelbarem Blickkontakt mit dem Zentrum in Erlangen. Unterstützt wird die telemedizinische Beratung vom diensthabenden Arzt und einer Schwester der Inneren Abteilung des Klinikums Forchheim.



Übertragung in Echtzeit

Eingebunden in diese Diagnostik bleiben die örtlichen neurologischen Beratungen mit den Fachärzten am Ort, die das Wissen mit dem Zentrum in Erlangen austauschen können. Der große Gewinn dieser telemedizinischen Vorgehensweise ist die Übertragung von Echtzeitbildern und radiologischen Bilddaten zu jeder Tages- und Nachtzeit. Auf diese Weise unterbleiben die für den schwerkranken Patienten oft anstrengenden Transporte.

Das Ziel dieser vom Staat unterstützten Zusammenarbeit ist es, für jeden Patienten die optimale Behandlung herauszufinden und einen langfristig guten Erfolg zu erreichen. Besonderer Wert wird dabei auch darauf gelegt, dass im Bedarfsfall auch operative Eingriffe über das Telekonsil vorbereitet werden können. Das weitere Vorgehen wird von dieser technisch anspruchsvollen Methode abhängig gemacht.

Voraussetzung für die erfolgreiche Nutzung dieser Methode ist, dass jeder Patient mit einem drohenden oder bereits eingetretenen Schlaganfall sofort ins Klinikum nach Forchheim gebracht wird, damit innerhalb kürzester Zeit alle hilfreichen Maßnahmen getroffen werden können.



Schnelle Hilfe bei ersten Symptomen

Die wichtigsten Symptome eines Schlaganfalls sind plötzlich auftretende Schwäche eines Armes oder Beines oder einer ganzen Körperseite, plötzliche Sehstörungen, Schwindelzustände oder Übelkeit mit Erbrechen. Auch Kopfschmerzen können erste Anzeichen einer schwerwiegenden Erkrankung im Kopf sein.

Alle diese Hinweise auf einen möglichen Schlaganfall werden vom Hausarzt oder Neurologen gewürdigt, der im Verdachtsfall sofort aufgesucht werden muss. Dieser veranlasst im Notfall auch die rasche Einweisung ins Klinikum, wo der Patient sofort in der sogenannten "Schlaganfalleinheit" versorgt und per Telemedizin von den Spezialisten der Neurologischen Universitätsklinik Erlangen untersucht wird.