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Gynäkologie

Überblick
In der Frauenheilkunde werden sämtliche Erkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane einschließlich der Brust behandelt. Die Diagnostik erfolgt unter Einbeziehung modernster technischer Einrichtungen. Es besteht eine enge Kooperation mit anderen Fachdisziplinen.

Folgende Behandlungen werden durchgeführt, wobei den schonenden endoskopischen Verfahren der Vorzug gegeben wird:

  • Gebärmutterspiegelung und Ausschabungen
  • Bauchspiegelungen
    (Eingriffe an Eierstöcken und Eileiter; Sterilitätsdiagnostik)
  • Gebärmutterentfernungen
    (von der Scheide aus oder durch Bauchschnitt)
  • Harnblasen- und Senkungsoperationen
    (z.B. Eingriffe zur Behebung von Harninkontinenz)
  • Operation von bösartigen Erkrankungen
    (Tumoren der Vulva, Scheide, Eierstöcke, Gebärmutter und der
    weiblichen Brust)
  • Chemotherapie
    (ambulante Behandlung nach dem neuesten wissenschaftlichen Kenntnisstand)

Unsere Behandlungsverfahren sind nicht schematisiert, sondern der individuellen Krankheitssituation der Patienten angepasst, im Sinne einer ganzheitlichen Medizin.



Dysplasiesprechstunde
Was bedeutet Dysplasie?

Dysplasie (altgriech.:dys = schlecht [hier = fehl-], plassein = bilden, formen) bezeichnet hier eine Fehlentwicklung von Geweben und Organen.
Im Zusammenhang mit der gynäkologischen Krebsvorsorgeuntersuchung ist mit Dysplasie die Veränderung von Zellen am Muttermund (Cervix uteri) gemeint. Das Ergebnis des Abstriches wird in die Stufen Pap I bis V eingeteilt.

Wozu dient die Dysplasiesprechstunde?

In unserer Dysplasiesprechstunde werden sie von Ihrem Frauenarzt zu einer Zweitmeinung beziehungsweise Weiterbehandlung überwiesen, wenn bei Ihnen der Krebsvorsorgeabstrich (Pap-Abstrich),das Aussehen des Muttermundes, der Scheide oder der Schamlippen/Damm ungewöhnlich verändert sind.

In diesen Fällen ist es in unserer Spezialsprechstunde möglich,zwischen entzündlichen oder chronischen Erkrankungen des Genitals zu unterscheiden. Weiterhin werden Krebsvorstufen (CIN I bis CIN III) differenziert erkannt und mit neuesten konservativen oder, wenn nötig, operativen Therapieverfahren möglichst schonend und gewebserhaltend geheilt.

Insbesondere bei Frauen mit bestehendem Kinderwunsch, in der Schwangerschaft sowie bei Frauen, die auf einen möglichstkleinen Eingriff bei maximaler therapeutischer Sicherheit größten Wert legen, kann bei uns im Rahmen einer sogenannten Differentialkolposkopie die genaue Stelle der Zellveränderungen lokalisiert und wie nachfolgend im einzelnen beschrieben, gezielt behandeltwerden.

Die Differentialkolposkopie ist der wichtigste Untersuchungsschritt in der Dysplasiesprechstunde. Dabei werdenam Untersuchungsstuhl mit einem Mikroskop der Muttermund, die Scheide sowie die Schamlippenbetrachtet. Nach speziellen Anfärbungen ist es hiermit möglich, die Art und die genaue Lage der Veränderungen zu erkennen. Wenn der Verdacht auf eine Krebsvorstufe bestehen sollte, kann noch während der Untersuchung eine kleine Gewebsprobe aus dem auffälligem Bereich entnommen werden und zur feingeweblichen Untersuchung eingesandt werden.

Damit ist es in vielen Fällen möglich, auf einen etwas größeren Eingriff, wie der nachfolgend beschriebenen Konisation zu verzichten.Ist eine Konisation dennoch nötig, kann anhand der bei der Differentialkolposkopie gewonnen Erkenntnisse über die Lage der Veränderungen der Keil, der aus dem Muttermund entfernt wird, möglichst klein gehalten werden.

Das Behandlungsspektrumreicht von bestimmten Salbenbehandlungen z. B. bei Feigwarzen bis hin zuambulanten operativen Eingriffen wie dieElektroschlingenabtragung, die Schlingenkonisation (LOOP) und in speziellen Fällen dieKonisation mittels Argonbeamer.

Was ist die Elektroschlingenabtragung ?

Die Elektroschlinge kann man sich wie eine kleine dünneDrahtbirne vorstellen, durch die Strom fließt. Es ist möglich, diesen dünnen Draht so zu verbiegen und zu modellieren, wie es für die Schnittführung nötig ist. So kann man blutungsfrei sehr flache Gewebsscheiben entfernen (z.B. Feigwarzen, ohne gesundes Gewebe zu veröden).

Was heißt Schlingen (LOOP)-Konisation?

Mittels sehr dünner „Drahtmatrize“mit einem speziellen Stromfluß wird ein Keil aus dem Muttermund blutungsfrei herausgeschnitten, sodass alle veränderten Zellen entfernt werden. Gleichzeitig wird der Muttermund stabil genug für eine etwaige spätere Schwangerschaft bleiben.

Was heißt Argonbaemer und warum wird eine Konisation damit nur in „speziellen“ Fällen durchgeführt?

Der Argonbeamer ist ein Gerät mit einer kleinen stumpfen Klinge. Durch das Argongas in Verbindung mit Strom entstehen spezielle Schnitteigenschaften, die eine sehr präzise Schnittführung ermöglichen. Mit diesem Argonbeamer ist es also möglich, wenn nötig, einen individuell geformten Keil (Konus) zu modellieren. Diese spezielle“ Modellierung“ ist nur in Ausnahmefällennötig. Die Zellveränderungen folgen gewöhnlich dem Drüsenverlauf am Muttermund, weshalb man am häufigsten als Verfahren die Schlingenkonisation wählt.Sollten die Veränderungen „atypisch“, also anders sein, modellieren wir diesen Keil individuell mittels Argonbeamer.

Unser diagnostisches und therapeutisches Vorgehen lehnt sich streng an die neuesten Empfehlungen und Leitlinien der führenden Fachgesellschaften (AG CPC, AGO, DGGG) an.

Weiterhin legen wir besonderen Wert darauf, Sie ohne Zeitdruck und individuell zu untersuchen und zu beraten.

Sprechzeiten:                Dienstags 13.00 Uhr bis 15.00 Uhr 

                     In Ausnahmefällen auch individuell zu vereinbaren.

Kontakt:                         Tel.: 09191-610-333

Verantwortlicher Arzt:   Christian Vulpescu

                                       Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe