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Magnetresonanztomographie (MRT)

Was versteht man unter Kernspintomographie?
Die Magnetresonanztomographie (MRT) auch Kernspintomographie genannt, gewinnt in der bildgebenden Diagnostik immer mehr an Bedeutung. Das Verfahren nutzt ein Magnetfeld sowie eine Antenne zum Senden und Empfangen von Hochfrequenzimpulsen sowie einen Computer.

Bestimmte Atomkerne im Körper (in der Regel die Wasserstoffatome) verhalten sich im Magnetfeld wie kleine Dipolmagnete: Sie richten sich längs der magnetischen Feldlinien aus.

Werden Hochfrequenzimpulse mit einer bestimmten Frequenz eingestrahlt, werden die Atomkerne aus der Feldrichtung ausgelenkt und nehmen dabei die Energie der Hochfrequenz-Impulse auf. Sobald die Energieimpulse abgeschaltet werden, drehen sich die Atomkerne wieder in die Magnetfeldrichtung zurück und geben dabei die aufgenommene Energie ab. Diese Signale werden von der Antenne empfangen und von einem Computer in Schnittbilder umgerechnet.

Nach heutigen Erkenntnissen ist das Verfahren risikolos und nebenwirkungsfrei. Röntgenstrahlung und radioaktive Substanzen werden dabei nicht eingesetzt.
Vorteilhaft ist weiterhin, daß jodhalitiges Kontrastmittel nicht benötigt wird und kontrastmittelinduzierte Unverträglichkeiten sehr selten auftreten.

Unsere MR-Anlage MAGNETOM Harmony (1,0 Tesla) von Siemens entspricht dem modernen Stand der Technik. Sie zählt mit zu den ersten Anlagen, die ein 50cm-Bildfeld mit optimaler Bildqualität bietet. Das ansprechende Design, der kurze Magnet und die 120cm-Öffnung des Untersuchungsbereichs wirken auch auf ängstliche Patienten beruhigend.



Beispielaufnahmen verschiedener Untersuchungen
Sagittalschnitt durch das Gehirn und das cervikale Rückenmark
Durch eine neu entwickelte Spulentechnik ist das System in der Lage, mehrere Körperabschnitte in hochauflösender Technik in einem Untersuchungsgang darzustellen. Dadurch ergeben sich insbesondere kürzere Untersuchungszeiten für den Patienten sowie die Möglichkeit einer umfassenden anatomischen Darstellung.


Axialer Schnitt durch den Oberbauch mit Darstellung der Leber
Durch die Entwicklung schneller hochauflösender Sequenzen konnten auch kleine Veränderungen der Bauchorgane dargestellt werden. Desweiteren kann aufgrund der 3-dimensionalen Darstellungsmöglichkeit eine exakte segmentale Zuordnung innerhalb der Organe vorgenommen werden.

Kniegelenk in sagittaler Schichtebene
Die Kernspintomographie liefert neben einer detailgetreuen Darstellung der
Knochen-, Knorpel- und Bandstrukturen auch eine Beurteilung der Muskel- und Weichteilgelenksanteile.



Untersuchungen an Kopf und Wirbelsäule
  • Vasculäre sowie entzündliche Veränderungen des Gehirns sowie des Spinalkanals
  • Infarktnachweis insbesondere in Hirnstamm und Kleinhirn
  • Darstellung der hirnzuführenden sowie der intracraniellen Gefäße
  • Tumoröse sowie metastatische Veränderungen im Kopf
  • Bandscheibenveränderung / Bandscheibenvorfälle
  • Abklärung von posttraumatischen Veränderungen
  • Abklärung altersbedingter Erkrankungen oder angeborener Fehlbildungen


Untersuchungen an Hals, Thorax, Abdomen, Extremitäten
  • Onkologische Fragestellung zur Tumorausdehnung, Lymphknotenstatus, Metastasierung
  • Tumornachsorge
  • Differenzierung von Organläsionen sowohl entzündlicher als auch tumoröser Genese, z.B. an der Leber oder der Nieren
  • Gynäkologische und urologische Fragestellungen
  • Cholangiographische Darstellung der Gallenwege, der Gallenblase und des Bauchspeicheldrüsengangs (MRCP)
  • Abklärung von Knochenschmerzen und Gelenkbeschwerden
  • Darstellung von Gefäßeinengungen und Verschlüssen mit und ohne Kontrastmittel