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Stangerbad und Unterwassermassage

Stangerbad
Das Stangerbad wird auch als hydroelektrisches Voll- oder Dreiviertelbad bezeichnet. Es wird als Wannenbad mit der gleichzeitigen Anwendung eines Gleichstromes in einer speziellen Therapiewanne ausgeführt.

Zur besseren Leitfähigkeit des Wassers werden gerbstoffhaltige und andere arzneiliche Zusätze (Salze) zugegeben. Je nach Schaltung kann eine Ganz- oder Teildurchströmung jedes Körperteils mit galvanischem oder faradischem Strom durchgeführt werden. Die Dosierung des verabreichten Stromes erfolgt über einen Stromstärkeregler.

Die jeweilige Schaltung richtet sich nach der ärztlichen Verordnung (Zahl der Anwendungen, Art des Bades und der Zusätze, Stromart, Strömungsrichtung und -dauer, Stromstärke und Wassertemperatur). Dieser Behandlungsmöglichkeit wird eine gefäßerweiternde, schmerzlindernde, tonusregulierende und iontophoretische Wirkung attestiert.



Unterwassermassage
Die Unterwassermassage (kurz für "Unterwasserdruckstrahlmassage") kombiniert ein Wannenbad mit einem Unterwasserdruckstrahl, der massageähnliche Effekte erzielt.

Durch ein Umwälzverfahren wird das Wasser aus der Wanne mit Hilfe eines Pumpaggregats in einen Spezialschlauch geleitet, der an seinem freien Ende mit einer auswechselbaren Düse versehen ist und anschließend unter der Wasseroberfläche auf den zu Behandelnden gerichtet wird.

Der Vorteil der Unterwassermassage ist die heilsame und vegetativ wie physisch entspannende Wirkung der Temperatur des Wassers (ca. 37°). Durch die mild-warme Temperatur ist der Muskel schon weitgehend entspannt, und der Druckstrahl kann somit tiefer einwirken, was eine Förderung der Durchblutung und einen schmerzlindernden Effekt zur Folge hat.