Ernährungsteam am Klinikum Forchheim erhält Zertifikat

Ernährungsteam am Klinikum Forchheim erhält Zertifikat

Forchheim – Im November 2017 nahm das Ernährungsteam am Klinikum Forchheim zum ersten Mal am weltweit stattfindenden „nutritionDay“, einem Aktionstag zu Erfassung ernährungsmedizinischer Situationen in Kliniken und Pflegeheimen, teil und erhielt dafür von der ESPEN (European Society of Parenteral and Enteral Nutrition) ein Zertifikat.

Die Behandlung von Mangelernährung ist schon seit Jahren ein etablierter Schwerpunkt in Diagnostik und Therapie am Klinikum Forchheim. Mit einer Prävalenz von über 25% der stationär liegenden Patienten stellt die Mangelernährung ein gleichwertig relevantes Problem wie die Behandlung von Übergewicht / Adipositas dar.

Die Ursachen für eine Mangelernährung sind komplex: schwerwiegende, meist chronische Erkrankungen wie z.B. Tumorleiden, Schlaganfälle mit Schluckstörungen, Demenzerkrankungen, führen dazu, dass die Betroffenen mengenmäßig nicht mehr genügend Nahrung zu sich nehmen, Gewicht verlieren und Muskelmasse abbauen, was wiederum zu einer zunehmenden Schwäche des Körpers und des Immunsystems führt.
Erschwerend kommen dann noch Faktoren wie Appetitverlust, schlechter Zahnstatus v.a. bei älteren Patienten, soziale Isolation oder eine nötige, komplexe Medikamenteneinnahme u.a. hinzu.

Die Folgen einer Mangelernährung für die Patienten sind schwerwiegend: signifikant erhöhte Komplikationsraten im Therapieverlauf der Grunderkrankung, längere Liegedauer im Krankenhaus, aber auch eine erhöhte Rate für Letalität wurde in Studien nachgewiesen.

Um diese Risikopatienten schnell und gezielt zu erfassen und die nötige Therapie einzuleiten, gibt es am Klinikum Forchheim schon seit Jahren ein etabliertes Screening-Verfahren bei stationärer Aufnahme.
In der sich anschließenden Ernährungstherapie für Risikopatienten arbeiten Pflegekräfte, Ärzte, Klinikküche und das Ernährungsteam eng zusammen, erstellen Ernährungspläne, spezielle Kostformen werden angeboten, hochkalorische Trinknahrung wird eingesetzt, parenterale und enterale Ernährung sind ein weiterer Behandlungsschwerpunkt des Ernährungsteams.

Im internationalen Vergleich schnitt das Klinikum Forchheim mit seinen Therapiemaßnahmen der Mangelernährung überdurchschnittlich gut ab, wie die Auswertung der klinikeigenen Daten im Benchmarking ergab.

Weitere News

10. Oktober 2017

Hilfe für Resusci-Anne

Forchheim – Anästhesist Dr Christoph Grimm führte am 20 September ein Megacode- Training mit fünf Ärzten im Klinikum Forchheim [...]

8. November 2017

NutritionDay worldwide

„NutritionDay worldwide“ am 9 November – auch das Klinikum Forchheim ist mit dabei NutritionDay ist ein weltweites Projekt mit der [...]

1. April 2017

Versichertenumfrage – Gute Position des Klinikums Forchheim bestätigt

Im Klinikführer der Techniker Kranken-kasse (TK), der Anfang April 2017 hier aktualisiert wurde, trumpft das Klinikum Forchheim auf mit [...]