Bei bester Laune hat Dr. Karl Ruhl seinen 100. Geburtstag im Reha-Zentrum des Klinikums Forchheim – Fränkische Schweiz in Ebermannstadt mit zahlreichen Gratulanten gefeiert. Manche Hundertjährige steigen wie in dem berühmten Roman von Jonas Jonasson einfach aus dem Fenster und verschwinden ausgerechnet an ihrem Ehrentag spurlos. Seinen 100. Geburtstag hat Dr. Karl Ruhl dagegen mit zahlreichen Gästen und Gratulanten im Reha-Zentrum des Klinikums Forchheim – Fränkische Schweiz am Standort in Ebermannstadt in vollen Zügen genossen. „Jeden Tag voller Freude erleben und immer in Bewegung bleiben – geistig, körperlich und sozial“, lautet das Erfolgsrezept des Hundertjährigen, der sich in Ebermannstadt pudelwohl fühlt. „Mir gefällt besonders die Aussicht auf die malerischen Sonnenuntergänge über dem Walberla“, sagt der ehemalige Mediziner, der im Rentenalter noch einmal die Universität besucht und Kunstgeschichte studiert hat und sich derzeit bei Dr. Hubert Gräf, Chefarzt für Innere Medizin und Geriatrie, nach einer Hüftoperation gründlich wieder erholt. „Wir setzen auf eine besonders individuelle Therapie, damit unsere Patienten nach der Reha wieder gut und eigenständig am Leben teilhaben können“, erklärt Dr. Gräf und.schwärmt von dem hochbetagten Geburtstagskind. „Hundertjährige werden in Zukunft keine Seltenheit mehr sein und werden wie Dr. Karl Ruhl auch mit 100 Jahren noch gut im Leben stehen können“, ist sich Dr. Gräf sicher. Tatsächlich ist die Zahl der Hundertjährigen laut Statistischem Bundesamt in den letzten rund 15 Jahren bereits um knapp ein Viertel gestiegen. Zum vergangenen Jahresende hätten in Deutschland demnach bereits rund 18.000 Hundertjährige gelebt. Von nichts kommt selbstverständlich nichts. Das weiß auch der Hundertjährige im Reha-Zentrum im Herzen der Fränkischen Schweiz. Selbst an seinem dreistelligen Geburtstag klopft der Physiotherapeut vorsichtig an die Tür. „Das läuft doch schon sehr gut“, freut sich Denis Schiljahin, während sein Schützling zwischen Geburtstagsständchen und Sektempfang fleißig seine Trainingsrunden durch die lichtdurchflutete Galerie im Haus Feuerstein in Ebermannstadt dreht. „Schön langsam“, muss Schiljahin den Hundertjährigen, der noch bis zum letzten Jahr leidenschaftlich Fahrrad gefahren ist, bremsen. „Wir sind sehr froh, dass unser Vater hier in Ebermannstadt ist“, freuen sich die beiden Töchter, Christa und Dorothea, über die großen Fortschritte im Rahmen der gezielt geförderten Genesung. Neben der Familie und Chefarzt Dr. Gräf haben auch Klinikleiterin Ulla König und Stationsleiterin Lissy Schuster dem Jubilar mit einem großen Blumenstrauß zum megarunden Geburtstag gratuliert. Aus dem Nürnberger Rathaus hat Oberbürgermeister Marcus König eine große Geburtstagskarte in die schöne Fränkische Schweiz geschickt. Während die Sonne auf Ebermannstadt lachte, hat der Hundertjährige noch lange aus einem aufregenden Leben zwischen Familie, Beruf und Leidenschaft für Wanderungen und Radtouren berichtet. Das gesamte Klinikum Forchheim – Fränkische Schweiz wünscht dem Gefeierten weiterhin beste Genesung und noch schöne Jahre bei bestmöglicher Fitness.