Das Röntgensystem Ysio X.pree aus Forchheim für Forchheim

Forchheim, 20.04.2021 – Das Röntgengerät in der Radiologie musste ausgetauscht werden und rund drei Kilometer vom Klinikum entfernt wurde Ersatz gefunden: Das Röntgensystem Ysio X.pree von Siemens Healthineers wird in Forchheim gefertigt und wurde im März 2021 im Klinikum aufgebaut. Siemens Healthineers stellte 2020 mit Ysio X.pree das weltweit erste intelligente Röntgensystem vor, das mit integrierter Künstlicher Intelligenz (KI) die Erstellung von Röntgenaufnahmen und damit die tägliche Routine optimiert.

Mit der Inbetriebnahme des geleasten Röntgensystems ist eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen dem Klinikum und Siemens Healthineers verknüpft: So ist das Forchheimer Klinikum ein Referenzhaus für Siemens Healthineers, in dem sich Kunden das Röntgensystem im klinischen Betrieb ansehen können.

„Für uns ist das eine wichtige Kooperation. Unsere Kunden können sich direkt mit Anwendern und Ärzten über das System austauschen. Wir als Hersteller bekommen konstruktives Feedback, das uns bei der ständigen Weiterentwicklung unserer Systeme hilft“, sagt Carsten Bertram, bei Siemens Healthineers Leiter des in Forchheim ansässigen Geschäftsgebietes X-ray Products.

Sven Oelkers, Geschäftsführer der Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz gGmbH, blickt in die Zukunft: „Wenn es die Corona-Inzidenzwerte wieder zulassen, freuen wir uns sehr, dass wir als Referenzort Kunden von Siemens Healthineers unsere Radiologie zeigen können. Vielleicht kommen auch noch andere Geräte für Demonstrationszwecke infrage.“

In Forchheim entwickelt und gefertigt

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz gGmbH, Oberbürgermeister Dr. Uwe Kirschstein, freut sich, dass ein Ysio X.pree am Klinikum in Forchheim installiert und in Betrieb genommen wurde: „Ein tolles Angebot für die Bürgerinnen und Bürger, für die Patienten des Klinikums in der Notaufnahme und auch für die stationären Patienten. Ich freue mich ganz besonders und persönlich, weil ich auch eine Zeit lang bei Siemens Healthineers tätig war und auch am Ysio X.pree selbst mit entwickelt habe. Insofern freue ich mich, dass ein Teil meiner Entwicklung der früheren Jahre – das Gerät heute ist natürlich ein Nachfolger – im Klinikum steht und ich das heute besichtigen konnte und da eine gute Dienstleistung für die Menschen zur Verfügung steht.“

Landrat Dr. Hermann Ulm ist überzeugt: „Das Klinikum ist damit auf dem neuesten technischen Stand. Für alle Patientinnen und Patienten aus dem Landkreis Forchheim und der Region ist das ein großer Gewinn. Ebenso die bewährte Kooperation unseres Klinikums mit Siemens Healthineers.“ Der Chefarzt der Radiologie, Dr. Hannes Seuß, erklärt die Vorteile: „Das Röntgensystem Ysio X.pree hilft mit Künstlicher Intelligenz unter anderem bei der Vorbereitung von Aufnahmen. Basierend auf den Bildern der 3D-Kamera erkennt der KI-basierte Algorithmus zum Beispiel automatisch den Brustkorb und stellt so den optimalen Aufnahmebereich und die Parameter ein. Diese Funktionalitäten geben uns die Chance, das Gerät stets optimal einzusetzen und uns stärker auf unsere Patienten zu konzentrieren.“  Außerdem verfügt das Röntgensystem Ysio X.pree über eine automatische Systempositionierung, die sich individuell an das Alter und den Allgemeinzustand des Patienten anpasst. Es fährt schnell und präzise in die benötigte Untersuchungsposition und erspart den Radiologieassistenten sehr viel manuelle Arbeit.

Das Röntgensystem im klinischen Alltag

Das Ziel ist ein Bild, das alle nötigen Informationen bei möglichst geringer Strahlenbelastung enthält, denn Röntgen ist nach wie vor die häufigste Form der diagnostischen Bildgebung.

So werden im Durchschnitt täglich rund 200 Röntgenaufnahmen im Klinikum in Forchheim angefertigt. Bestimmte Verletzungen, die geröntgt werden müssen, treten jahreszeitlich auf. So sei der Frühling die Saison für ‚Handwerkerverletzungen‘, denen sich im Sommer die Sportverletzungen – insbesondere Fahrradunfälle – anschließen, gefolgt von Sturzverletzungen im Herbst und Winter, erklärt Dr. Hannes Seuß.

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