Schlaganfalleinheit im Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz rezertifiziert

Forchheim 12. Mai 2021 – Der Schlaganfall ist die häufigste Ursache für Behinderungen
im Erwachsenenalter. Rund 60 Prozent der Betroffenen sind dauerhaft auf Therapie,
Hilfsmittel oder Pflege angewiesen. Je schneller ein Schlaganfall behandelt wird,
desto größer sind die Chancen auf eine komplette Heilung. Die Schlaganfalleinheit am
Klinikum unter der Leitung von Oberärztin Barbara Willaczek ist Teil des
SchlaganfallNetzwerk mit Telemedizin in Nordbayern, kurz „STENO“. Durch
telemedizinische Anbindung des Krankenhauses an die drei auf die Versorgung akuter
Schlaganfälle spezialisierten Zentren erhalten die Menschen im Einzugsgebiet des
Klinikums schnellen Zugang zu einer wohnortnahen Versorgung durch ausgewiesene
Schlaganfallexperten.

Bei einer Rezertifizierung wurde Ende April der Prozess der Schlaganfallversorgung am
Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz in der zentralen Notaufnahme, der Radiologie und
der Station für Schlaganfälle hinsichtlich seiner Qualität überprüft. Die Rezertifizierung findet
alle drei Jahre statt. Privatdozent Dr. med. Hans-Christian Koennecke, Chefarzt der Klinik für
Neurologie mit Stroke Unit am Klinikum im Friedrichshain in Berlin, ist medizinischer Auditor
und erläutert: „Eine Rezertifizierung verstetigt die Qualität in der Schlaganfallbehandlung. Die
Schlaganfalleinheit am Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz unterzieht sich immer
wieder einer Überprüfung und durchläuft einen Lernprozess: Wo gibt es noch
Verbesserungspotential?“

Was wird geprüft?
Unter anderem werden die strukturellen Gegebenheiten geprüft, das heißt die
Personalstärke von Pflegern und Ärzten. Ebenso wichtig ist das Vorhandensein von
Therapeuten wie Physiotherapie, Ernährungsteam, Logopädie und Ergotherapie im Haus.
Außerdem werden die Strukturvoraussetzungen begutachtet, das bedeutet über welche
Ausstattung verfügt das Klinikum zur Diagnostik, wie Computertomographie,
Magnetresonanztomographie sowie Gefäßultraschall. Im Anschluss werden die Zahlen mit
den Qualitätsstandards verglichen, beispielsweise die durchschnittliche Zeitdauer bis der
Patient die entsprechende Diagnostik und Therapie erhält. Dies wird anhand der
Controllingdaten und der Vorgaben der Bayerischen Arbeitsgemeinschaft für
Qualitätssicherung in der stationären Versorgung (BAQ) überprüft. Bei einem Rundgang
durch alle involvierten Abteilungen werden die Bedingungen vor Ort inspiziert. Alle an der
Schlaganfallversorgung beteiligten Berufsgruppen werden befragt. Am Ende werden bei
einer Abschlussbesprechung Abweichungen, Hinweise und Empfehlungen ausgesprochen.
„Die Kliniken haben zur Verbesserung in der Regel drei Jahre Zeit bis zum nächsten Audit.
Ich habe hier einen positiven Eindruck erhalten“, sagt Auditor Hans-Christian Koennecke.

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