Tag Archives: Geburt

Forchheim, 5. Mai 2021 – Zum internationalen Tag der Hebammen lädt das Hebammenteam im Forchheimer Klinikum ein auf einen Spaziergang durch den Kreißsaal und informiert über Neuigkeiten.

Die neue leitende Hebamme, Susi Geburzi, blickt auf 30 Jahre Hebammentätigkeit zurück und bringt ihre Erfahrungen aus verschiedenen Kliniksettings und der außerklinischen Geburtshilfe ein. Die 53-Jährige sieht sich als Begleiterin der werdenden Eltern, die hilft, die Wünsche und Vorstellungen des Paares gut umzusetzen unter Berücksichtigung des psychosozialen Kontextes: „Wenn eine Frau sagt, dass sie keinerlei Interventionen möchte, also so natürlich wie möglich gebären möchte, dann versuchen wir das umzusetzen, aber wir zeigen auch die Machbarkeit auf. Als Klinik für Geburtshilfe haben wir hier einfach Standards einzuhalten. Wir sprechen mit dem Paar und suchen einen Konsens.“ Außerdem unterrichtete Susi Geburzi bis vor Ausbruch der Corona-Pandemie Yoga für Schwangere. Trotz Babybauches liessen sich viele Übungen durchführen. Sie unterstreicht: „Besonders unter der Geburt ist Bewegung total wichtig, weil sich der Kopf des Kinders und das Becken der Mutter finden müssen, damit das Kind bei der Geburt in einer günstigen Position im Becken ist.

Informieren und anmelden in Coronazeiten

Die Anmeldung zwischen der 32. und 36. SSW kann von Zuhause erledigt werden. Die nötigen Anmeldungsunterlagen zum Downloaden sind auf der Homepage des Klinikums (www.klinikumforchheim.de) im Bereich Geburtshilfe unter der Rubrik „rund um die Geburt“ zu finden oder können per Mail angefordert werden: krs@klinikum-forchheim.de. An der Pforte im Klinikum liegen Umschläge mit den Unterlagen zum Mitnehmen.  Telefonisch ist der Kreißsaal zu erreichen unter 09191-610 15002 oder 610 334. Persönliche Gesprächstermine sind trotz Corona möglich und finden unter Berücksichtigung der Infektionsrichtlinien statt.

Auf dem Youtube-Kanal des Klinikums informiert außerdem ein Imagefilm, eine virtuelle Kreißsaalführung und ein Infofilm zur Geburt im Klinikum Forchheim Fränkische-Schweiz.

https://www.youtube.com/channel/UChbwwsD-i-dqoKXpUPTHWkw

Eine Begleitperson kann während der gesamten Geburt an der Seite der werdenden Mutter bleiben und nach der Geburt im Familienzimmer die ersten Tage verbringen. Alle Methoden der Schmerzlinderung stehen zur Verfügung.

Nach der Geburt – Wochenbettambulanz

Für die Erstversorgung der Wöchnerinnen, die – besonders für die Sommermonate Juni bis September- keine Hebamme finden konnten, bietet das Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz in Zusammenarbeit mit der Hebammenpraxis Ebermannstadt eine Wochenbettsprechstunde in den Räumen der UGeF Notfall-Praxis / Krankenhausstraße 8 in Forchheim an. Termine hierfür sind ab Mitte Juni 2021 über die Anmeldung der Hebammenpraxis Ebermannstadt (0151-70080124 oder  anmeldung@hp-ebs.de) möglich.

Forchheim 16.12.2020 – Am 24. November führte das Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz am Standort Forchheim unter den 143 stationär aufgenommenen Patienten eine Umfrage durch. 92 von ihnen waren in der Lage und wollten an der Befragung teilnehmen. Sie erhielten 15 Fragen rund um das Thema Patientenzufriedenheit. 67 Fragebögen konnten ausgewertet werden. Geschäftsführer Sven Oelkers freut sich über die Gesamtnote 1,57 – eine Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozentpunkte.

Die Fragen befassen sich mit der Zufriedenheit des Patienten mit den ärztlichen Leistungen, mit den Leistungen des Pflegepersonals und nicht direkt dem Heilungsprozess zuzuordnenden Leistungen, wie Küche und Hygiene. Auf der Zufriedenheitsskala bedeutet eine eins „sehr zufrieden“, eine fünf „unzufrieden“.

Persönliche Umgang der Ärzte und des Pflegepersonals sehr gut benotet

Ärzte und Pflegepersonal überzeugten sowohl mit ihrer fachlichen Kompetenz, ihrer Bereitschaft zu informieren als auch im persönlichen Umgang mit den Patienten. Hier erzielten beide Berufsgruppen die Bestnoten von 1,30 beziehungsweise 1,32. Die Erreichbarkeit, wenn Hilfe benötigt wurde, bewerteten bei den Ärzten 33 Personen mit „sehr gut“, bei den Pflegekräften waren es 42. Dies spiegelt sich auch in den Kommentaren wider: „Großes Lob an Pflegepersonal!“ und „Besonders hervorheben, ohne die Qualität der Schwestern zu schmälern, möchte ich das Pflegepersonal in Ausbildung. Die Mädchen und Jungen sind stets aufmerksam und freundlich. Selbst bei Stress haben sie noch ein Lächeln und ein freundliches Wort für den Patienten übrig. Weiter so! Danke für alles!“

Kritik an langen Wartezeiten

Die Befragten bemängelten die langen Wartezeiten bei Untersuchungen und bei der Aufnahme und vergaben hier die schlechteste Note des 15-Punkte-Fragenkatalogs – eine 2,16. Sven Oelkers erläutert: „Die Schutzmaßnahmen zur Vermeidung von Coronavirus-Infektionen im Krankenhaus verlängern das Prozedere der Patientenaufnahme zusätzlich. Hier muss ich einfach um Verständnis bitten.“

Mit der außergewöhnlichen Situation beschäftigen sich auch viele Anmerkungen. So regt ein Patient an: „Zu Corona Zeiten wäre es schön, wenn man ein Merkblatt an die Hand bekäme mit organisatorischen Dingen, wie ob Wäsche abgeholt werden kann trotz Besuchsverbotes.“ Eine Frau bemerkt: „Es ist für alle eine schwierige Zeit und wir hoffen, wir kommen da gut einigermaßen drüber weg. In diesem Sinne: Bleiben Sie gesund!“

Hohe Weiterempfehlungsrate

Abschließend kann der Befragte angeben, ob er das Klinikum weiterempfehlen würde. Die Empfehlungsrate von 1,45 rundet hier das Bild von sehr zufriedenen Patienten ab. Auch die Bemerkungen im Freitext zeugen von einem positiven Stimmungsbild: „Bin rundum zufrieden! Weiter viel Erfolg dem Klinikum!“ oder „Trotz Corona einwandfreie Behandlung. Wünsche dem Klinikum weiter erfolgreiche Zeiten!“

Geburt

Die Anwesenheit einer gesunden Begleitperson während der Geburt ist möglich und sinnvoll.

Beim Betreten des Klinikgebäudes müssen die Hände desinfiziert und ein Fragebogen zur Ermittlung des Infektionsrisikos bei der Schwangeren und Ihrer Begleitperson ausgefüllt werden.

Die Begleitperson muss eine FFP2-Maske mitbringen und tragen, auch wenn der Corona Schnelltest (wird bei Aufnahme durchgeführt) negativ ist.

Die Schwangere / Gebärende muss eine FFP2-Maske mitbringen und tragen, bis der Schnelltest durchgeführt wurde. Bei einem negativen Ergebnis, darf die Schwangere die FFP2–Maske durch eine Mund-Nasen-Bedeckung ersetzen.

Über die Abnahme der Mund-Nasen-Bedeckung während der Geburt wird im Einzelfall entschieden.

Besucherregelung

Der frisch gebackene Vater (bzw. eine feste Bezugsperson) darf einmal täglich zu Besuch kommen. Vor dem Besuch wird ein Corona-Schnelltest in unserer Teststation durchgeführt. Die Dauer des Besuches ist nicht festgelegt. Geschwisterkinder oder andere Angehörige sind nicht erlaubt. (Weitere Details erfahren Sie nach der stationären Aufnahme)

Familienzimmer

Je nach Kapazität ist die Aufnahme des Partners in ein Familienzimmer möglich. Während des Aufenthaltes darf dieser die Klinik nicht verlassen.

Ambulante Untersuchungen / Geburtsmodusbesprechungen

Die Schwangere darf zu ambulanten Untersuchungen / Geburtsmodusbesprechungen nur alleine erscheinen.

Ausnahme nur im Sonderfall (Minderjährige, Dolmetscher…)

Leider ist es nicht auszuschließen, dass sich die Situation weiter verändert und wir auf eine möglicherweise weitere negative Entwicklung reagieren müssen. Zusätzliche Einschränkungen sind daher möglich. Wir bitten um Verständnis.

Aktuelle Informationen finden Sie dann an dieser Stelle.

Forchheim, 24.08.2020 – Erneut wurde die Geburtshilfe des Klinikums Forchheim-Fränkische Schweiz im Klinikcheck – einem gemeinsamen Projekt der Nürnberger Zeitung und dem Lehrstuhl für Gesundheitsmanagement der Friedrich-Alexander-Universität in Nürnberg – als Top-Performer bewertet. Im Vergleich mit 15 Krankenhäusern aus dem Raum Nürnberg und Umgebung schnitt das Klinikum überdurchschnittlich gut ab. Dr. med. Stefan Weingärtler, Chefarzt der Klinik für Geburtshilfe und Frauenheilkunde, sieht das Konzept der optimalen Versorgung rund um die Entbindung bestätigt: „Wir freuen uns sehr  über die hohe Weiterempfehlungsrate unserer Patientinnen von 89 Prozent bei aktuell 128 Bewertungen auf der Weissen Liste. Danke!“

Die Eingruppierung des Klinikums Forchheim-Fränkische Schweiz in die Gruppe der besten Kliniken erfolgte anhand der gesetzlich vorgeschriebenen veröffentlichten Daten aus dem Qualitätsbericht 2018 sowie den Abrechnungsdaten der AOK aus dem Zeitraum 2015 – 2017. Daraus geht unter anderem hervor, dass die Zeitspanne zwischen der Entscheidung für einen Notfallkaiserschnitt und dem Eingriff  in Forchheim bei allen Fällen weniger als 20 Minuten betrug. Innerhalb der drei Gruppen, Top-, Middle- und Low-Performer, werden die Krankenhäuser nach der Anzahl der Entbindungen sortiert. Stefan Weingärtler gibt zu denken: „Mit 672 Entbindungen im Referenzjahr 2018 werden wir leider niemals auf Platz eins landen, weil die Kliniken mit höheren Fallzahlen weiter oben stehen.“ Er hebt die Vorteile der Geburtshilfe am Klinikum in Forchheim hervor: „Wer auf Ruhe, familiäre Atmosphäre sowie Vertrautheit Wert legt, muss nicht auf die Sicherheit einer Klinik verzichten, kann bei uns in Geborgenheit entbinden und dennoch auf eine optimale medizinische Versorgung bei der Geburt sowie danach zählen.“

Weniger stark gewichtet gehen die Weiterempfehlungen sowohl für die Fachabteilung wie für das gesamte Krankenhaus in der „Weissen Liste“, ein Projekt der Bertelsmann Stiftung und den Dachverbänden der Patienten- und Verbraucherorganisationen, in die Bewertung ein. Insgesamt sprachen 83 Prozent der Befragten dem Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz eine Empfehlung auf der Weissen Liste aus bei aktuell 543 Bewertungen für den Standort Forchheim und 201 Bewertungen für den Standort Ebermannstadt.

Geburtshilfe mit Spezialisierung auf Beckenboden

Das Klinikum nimmt Frauen ab der 36. Schwangerschaftswoche auf. Der zertifizierte Beckenbodenchirurg Chefarzt Dr. med. Stefan Weingärtler bietet am Klinikum in Forchheim eine beckenbodenorientierte Geburtshilfe an. Unter Berücksichtigung bestimmter Faktoren vor, unter und nach der Geburt lassen sich spätere Probleme mit Senkung und Inkontinenz positiv beeinflussen.

Link zur Infografik: http://mediadb1.nordbayern.de/pics/geburtshilfe-ranking.jpg

Forchheim, 30.03.2020 – Aufgrund eines bestätigten COVID-19 Falles ist die Geburtshilfe am Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz bis nach Ostern geschlossen. Dr. med. Stefan Weingärtler, Chefarzt der Fachabteilung Gynäkologie und Geburtshilfe, im Interview:

Herr Dr. Weingärtler, war dieser Schritt – die Schließung der Geburtshilfe – notwendig und wenn ja, warum dann nur zwei Wochen?

Dr. Stefan Weingärtler: Wir haben die Geburtshilfe für Neuaufnahmen geschlossen als reine Vorsichtsmaßnahme zum Schutz der werdenden Mütter und der Mitarbeiter.

Während der nächsten vierzehn Tage werden alle Mitarbeiter, die Patientenkontakt haben, mehrmals getestet, so dass wir nach Ablauf dieser Zeit sehr sicher sein können, dass die Mitarbeiter, die die Schwangeren und Wöchnerinnen betreuen, nicht das Coronavirus weitergeben können. Zu Geburtsanmeldungen für die Zeit danach steht jedoch täglich von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr eine Hebamme im Kreißsaal telefonisch zur Verfügung (Telefonnummer 09191 610 334).

Sind Schwangere durch das Coronavirus stärker gefährdet?

Ich beziehe mich in meinen Antworten auf die neuesten Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG). Demnach scheinen Schwangere dem Coronavirus (SARS-CoV-2) nicht exponierter zu sein als alle anderen. Wir gehen davon aus, dass die große Mehrheit der schwangeren Frauen nur leichte oder mittelschwere Symptome aufweist, vorausgesetzt es liegen keine Herz- oder Lungenerkrankungen vor.

Was gilt, wenn Schwangere engen Kontakt zu Personen hatten, die auf COVID-19 positiv getestet wurden?

Diese wenden sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen telefonisch an ihr zuständiges Gesundheitsamt oder rufen den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117, sowie Ihren Frauenarzt/ärztin. Dieser klärt über alle weiteren Maßnahmen auf. Wir haben unsere betroffenen Patientinnen bereits selbst informiert und an das Gesundheitsamt weitergeleitet. Sie werden dann automatisch vom Gesundheitsamt kontaktiert.

Das SARS-CoV-2 ist ein Virus, das Symptome wie Fieber, trockenen Husten und Abgeschlagenheit verursacht. Auch Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen und Schüttelfrost können auftreten. Die Erkrankung wird von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion übertragen. Die Zeit von Ansteckung zum Erkrankungsbeginn kann 14 Tage betragen, im Mittel 5 bis 6 Tage. Die Diagnose wird mit einem Abstrichbefund aus dem Mund- und Rachenbereich gestellt. Aktuell sind noch keine Behandlungsmöglichkeiten oder Impfungen bekannt.

Was sollen Schwangere tun, wenn diese positiv auf das Coronavirus getestet wurde?

Wenn werdende Mütter positiv auf das Coronavirus getestet wurden, sollten diese sich telefonisch an den Frauenarzt wenden und mit diesem die Diagnose besprechen. Wenn sie keine oder leichte Symptome haben und keine Risikofaktoren für Komplikationen bei ihnen oder weiteren Personen im Haushalt vorliegen (z. B. relevante chronische Grunderkrankungen), bleiben sie unter Betreuung durch einen behandelnden Arzt isoliert zu Hause.

Welche Auswirkungen hat eine diagnostizierte Infektion auf das Ungeborene?

Es gibt weder Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten noch darauf, dass das Virus während der Schwangerschaft auf das Baby übertragen werden kann. Allerdings ist die Datenbasis sehr klein. Bei den bisher dokumentierten Schwangerschaften war keines der Neugeborenen infiziert. Es wurden keine Auffälligkeiten bei Mutter und Kind berichtet.

Was sollen isolierte werdende Mütter tun?

Schwangere, denen geraten wurde, sich selbst zu isolieren, sollten im Haus bleiben und 14 Tage lang den Kontakt mit anderen vermeiden. Das Robert Koch Institut (RKI) gibt konkrete Anweisungen unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/ambulant.html.

Was ist mit vorgeburtlichen Terminen in der Selbstisolation bei einer möglichen beziehungsweise bestätigten Coronavirus-Infektion?

Die zuständige Frauenärztin bzw. der Frauenarzt erwägt, ob der routinemäßige vorgeburtliche Termin ohne Schaden für Mutter und/oder Kind heraus gezögert werden kann, bis die Isolation endet.

Wenn der Termin nicht warten kann, werden die erforderlichen Vorkehrungen getroffen, damit die Schwangere den Termin wahrnehmen kann.

Wie wirkt sich eine bestätigte Infektion mit COVID-19 auf die Geburt aus?

Es gibt bis jetzt keine Anhaltspunkte dafür, dass nicht vaginal entbunden werden kann. Wenn eine Atemwegserkrankung vorliegt, kann eine Kaiserschnittgeburt erforderlich sein. Generell empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO), einen Kaiserschnitt nur dann durchzuführen, wenn dies medizinisch gerechtfertigt ist. Frauen mit Verdacht auf oder mit bestätigter Coronavirus- Infektion können auch eine PDA haben. Das Klinikum Forchheim- Fränkische Schweiz verwendet kein Lachgas, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Was passiert, wenn die Wehen während der Selbstisolation einsetzen?

Bitte im Kreißsaal des Klinikums anrufen, auf die vermutete oder bestätigte Coronavirus-Infektion hinweisen und sich vom Geburtsteam beraten lassen.

Kann das Coronavirus auf das Neugeborene übertragen werden?

Bis jetzt ist darüber noch wenig bekannt. Schwangere in einer Studie, bei denen im dritten Schwangerschaftstrimester eine Coronavirus- Infektion diagnostiziert wurde, haben das Virus im Mutterleib nicht an ihre Babys weitergegeben.

Wird das Neugeborene auf Coronavirus getestet?

Ja, wenn zum Zeitpunkt der Geburt des Babys ein Coronavirus bei der Mutter vermutet oder bestätigt wurde, wird das Kind auf Coronavirus getestet.

Kann die Mutter beim Baby bleiben, wenn das Coronavirus bei ihr vermutet oder bestätigt wird?

Ja, wenn sie das möchte unter der Voraussetzung, dass es dem Baby gut geht. Diese Empfehlung kann sich ändern, wenn sich das Wissen über das neue Virus weiterentwickelt.

Ist stillen erlaubt?

Ja. Im Moment gibt es keine Hinweise darauf, dass das Virus über die Muttermilch übertragen werden kann. Die Vorteile des Stillens überwiegen die potenziellen Risiken einer Übertragung des Coronavirus. Infizierte Mütter oder Verdachtsfälle sollten beim Stillen durch Hygienemaßnahmen wie sorgfältiges Händewaschen vor und nach dem Kontakt mit dem Kind und durch das Tragen eines Mundschutzes eine Übertragung des Virus durch Tröpfcheninfektion verhindern. Diese Empfehlung kann sich ändern, wenn sich das Wissen über das neue Virus weiterentwickelt.

Forchheim 29.03.2020 – Aufgrund eines Verdachtsfalles einer Covid-19 Infektion wird die Geburtshilfe am Standort Forchheim vorläufig für mehr als zwei Wochen geschlossen, bis einschließlich dem 14. April 2020.

Gebärende, die stationär aufgenommen sind oder die bereits entbunden wurden, werden weiter im Klinikum behandelt. Eine Hebamme hat sich möglicherweise extern mit dem Coronavirus angesteckt. Zum Schutz der werdenden Mütter und der Mitarbeiter hat sich das Klinikum entschieden, die Abteilung Geburtshilfe vorübergehend zu schließen, damit alle Mitarbeiter aus dem Bereich, die direkten Patientenkontakt haben, getestet werden können und die Ergebnisse vorliegen.

Für werdende oder frisch gebackene Mütter: Das Gesundheitsamt setzt sich mit Ihnen in Verbindung, falls Sie Kontakt zu einer infizierten Person hatten. Diejenigen, die bereits einen Termin haben, werden vom Klinikum kontaktiert.

Eine Schule für Eltern bietet seit Neuestem das Klinikum Forchheim, die den werdenden Eltern die Unsicherheit vor diesem Lebensereignis – der Geburt des eigenen Kindes –  nehmen soll.

Die „Schule“ umfasst Kurse zum Beckenboden, Geburtsvorbereitung, Rückbildung, Säuglingspflege sowie Schwangerschaftsgymnastik und eignet sich für werdende Mütter und – je nach Ausrichtung – für Paare, die Eltern werden oder gerade geworden sind.

Neben Kooperationspartnerinnen, die diese Kurse in den Räumen des Forchheimer Klinikums anbieten, haben die Hebammen des Forchheimer Kreißsaals zusammen mit Kolleginnen aus der Physiotherapie und unserem Kinderzimmer einen Kurs für „beckenbodenorientierte Schwangerschaftsgymnastik“ entwickelt. Der Kurs beinhaltet u.a. physiotherapeutische Beckenboden-, Körper- und Atemübungen, die Phasen der Geburt, körperliche Vorgänge unter der Geburt, Möglichkeiten der Schmerzbewältigung, außerdem Informationen über das Betreuungskonzept nach der Geburt.

Geburtsvorbereitungskurse im Klinikum Forchheim

(immer donnerstags von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr – 7 Abende, Info u. Anmeldung unter Tel. 09545/70708) 

Säuglingspflegekurs für werdende Eltern im Klinikum Forchheim

(2 x Montagabend von 18:30 Uhr bis 20:30 Uhr, Info u. Anmeldung unter Tel. 09191/610-646 oder 09191/14389).

Rückbildungskurse im Klinikum Forchheim

(immer donnerstags von 17:00 Uhr bis 18:30 Uhr – 7 Abende, Info u. Anmeldung unter Tel. 09545/70708)

Schwangerschaftsgymnastik mit Schwerpunkt Beckenboden im Klinikum Forchheim

(mittwochs, 15:00-17:00 Uhr, Info u. Anmeldung unter Tel. 09191/610-208)

„Beckenbodentraining nach der Geburt“ im Klinikum Forchheim

(8 x dienstags 17:00 – 18:10 Uhr, Info u. Anmeldung unter Tel. 09191/729806 oder 0157/82743656)

„Rektusdiastase Ade – Stabile Mitte“ im Klinikum Forchheim

Übungen, die einer Rektusdiastase vorbeugen, das ist ein Auseinanderstehen (mehr als zwei Zentimeter) der geraden Bauchmuskeln, meist eine Folge von Schwangerschaft und Geburt. Sie prädestiniert zu Bauchwandbrüchen.

(6 x dienstags 18:30 – 19:30 Uhr, Info u. Anmeldung unter Tel. 09191/729806 oder 0157/82743656)

Seit Oktober 2018 strahlt der Sender RTL eine Serie aus, „Der nächste, bitte! Die neue Arztserie aus dem echten Leben.“ Am Montag, den 5. November, wurde in der Sendung eine Entbindung am Klinikum Forchheim gezeigt. Die Sendung kann auf www.tvnow.de gesehen werden:

https://www.tvnow.de/rtl/der-naechste-bitte/kommt-der-nachwuchs-wie-geplant/player?utm_source=RTL&utm_medium=link&utm_campaign=Ganze_Folgen&utm_term=der-naechste-bitte

Das Fernsehteam begleitete die Schwangere aus dem Landkreis Forchheim zur Voruntersuchung am errechneten Geburtstermin und bei der Entbindung von einer Tochter.

Die Vorgängersendung „Hebammen im Einsatz“ legte den Fokus auf die werdenden Mütter, während die Serie „Der nächste, bitte!“ den Berufsalltag von Ärzten, Hebammen und Therapeuten zeigt – von der klassischen Erkältung über den doppelten Beinbruch bis hin zur Schönheits-OP. Dr. Stefan Weingärtler, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Klinikum Forchheim, sagt: „Unser Klinikum ist das Erste, das die Produktionsfirma als Drehort für eine Geburt ausgewählt hat. Mit unserem erfahrenen Team aus Ärzten und Hebammen war unsere Patientin und ihr Kind zu jedem Zeitpunkt bestens versorgt.“

Das natürlichste der Welt – die Geburt

Die diensthabende Hebamme beschreibt den Geburtsvorgang: „Um 1:00 Uhr nachts hatte sich das Ziehen im Bauch in so kräftige regelmäßige Wehen verwandelt, dass die Patientin ein Schmerzmittel wünschte. Sie bekam eine Schmerzinfusion. Die Wehen waren jetzt sehr häufig, alle 2 Minuten. Der Muttermund hatte sich schon etwas geöffnet, deshalb wurde die Kamerafrau informiert. Die Herztöne des Babys, die per CTG-Gerät abgehört wurden, waren gleichmäßig. Beim Kind zeichnete sich kein Geburtsstress ab. Um ca. 2:30 Uhr platzte die Fruchtblase. Dann ging alles schnell: Die Wehen waren jetzt sehr stark und drückten das kindliche Köpfchen so fest auf den Muttermund, dass dieser sich vollständig öffnete. Das Baby, das bisher alles gut mitgemacht hatte, war wohl in diesem Moment etwas überfordert und die Gebärende musste ganz gezielt tief in den Bauch atmen, um so ihrem Baby bei jeder Wehe eine große Portion Sauerstoff zu schicken. Eine gute Überwachung von Mutter und Kind war wichtig.“ Um 3.51 Uhr erblickte das kleine Mädchen das Licht der Welt.

Bewerbung und Casting
Die Hauptakteurin hatte sich während der Hochzeitsvorbereitungen die Sendung „Hebammen im Einsatz“ angeschaut und als sie schwanger wurde, bewarb sie sich bei RTL. Nach einem erfolgreichen Casting stand fest, dass ihre Entbindung gefilmt wird. Die 31-Jährige wählte das Klinikum Forchheim, weil die Strecke von ihrem Zuhause und diesem Krankenhaus am kürzesten ist.

Ab der 36. Schwangerschaftswoche

Das Klinikum Forchheim nimmt Frauen ab der 36. Schwangerschaftswoche auf. Ab diesem Zeitpunkt der Schwangerschaft ist eine komplikationslose Entbindung sehr wahrscheinlich. Lediglich ein Prozent der rund 700 Neugeborenen, die pro Jahr im Klinikum geboren werden, wird in eine Kinderklinik in der Nähe verlegt.