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Forchheim, 17. Sept. 2021 – Zum Welttag der Patientensicherheit erstrahlte in den Abendstunden das Klinikumsgebäude in Forchheim in Orange. Der diesjährige Tag der Patientensicherheit, eingerichtet von der Weltgesundheitsorganisation und national ausgerufen vom Aktionsbündnis Patientensicherheit, stand unter dem Motto „Sicher vom ersten Atemzug an“.

Auf seiner Homepage schreibt das Aktionsbündnis: „Das Engagement für Patientensicherheit ist unverzichtbar, im Alltag und ganz besonders in Krisenzeiten, wie wir sie seit über einem Jahr erleben. Es braucht eine echte Sicherheitskultur auf allen Ebenen: von der Gesundheitspolitik auf Regierungsebene über Behandelnde bis zu den einzelnen Bürgerinnen und Bürgern.“ Mehr als 100 Einrichtungen in Deutschland nahmen an der Aktion teil. Das Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz beteiligt sich seit 2019 am Tag der Patientensicherheit.

Die Sicherheit des Patienten sowie die Vermeidung von Schadensfällen bei der Patientenversorgung sind das oberste Ziel des klinischen Risikomanagements am Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz.

Neben der abendlichen Illuminierung beteiligte sich auch die Berufsfachschule für Pflege am Aktionstag. Die neuen Auszubildenden der Generalistik entwickelten verschiedenen Projekte zum Mitmachen, Anschauen, Informieren für alle interessierten Patienten, Mitarbeiter und Besucher unter anderem zu den Themen: sicherer Umgang mit Neugeborenen durch Videoüberwachung des Eingangsbereichs des Kinderzimmers, Umgang mit Schutzausrüstung und Sturzprophylaxe.

Forchheim, 2./3.07.2020 – Alle Jahre wieder werden die Prozessabläufe in allen Fachbereichen im Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz stichprobenartig hinsichtlich ihrer Konformität mit den Normen der ISO 9001 untersucht. Das Klinikum am Standort Forchheim hat heuer das Qualitätsmanagement-Audit sehr gut bestanden. Auditorin der Firma DEKRA Certification GmbH, Elinor Lorenz-Ginschel, erläutert: „Letztendlich dienen diese Prüfungen – die Sicherung der Abläufe – dem obersten Ziel, die Sicherheit der Patienten zu gewährleisten.“

Fragenstellen gehört zum Beruf eines Auditors wie Mehl zum Brotbacken: Wie viele Patientenplätze hat die Abteilung? Wie viele Betten davon sind heute belegt? Ist die Patientenakte in elektronischer Form vorhanden oder noch als Papier? Wo sieht man die ärztliche Anamnese, wo die pflegerische Vorgeschichte einer Krankheit? Elinor Lorenz-Ginschel achtet bei den Abläufen, die ein Patient des Klinikums von der Aufnahme bis zur Entlassung durchläuft, besonders auf die Dokumentation, Aufklärung, Einweisung und Schulung des Personals und die Kommunikation unter Einhaltung der Schweigepflicht und Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung.

Auf der gerade geprüften Station gibt es wenig zu bemängeln. Der Pflegestatus der Patienten ist übersichtlich dokumentiert, die Vitalzeichen und Fieberkurve werden gleich bei der Aufnahme oder Übernahme von der Notaufnahme festgehalten. Beim Wundmanagement lobt sie die Fotodokumentation der Wunden, damit man die Veränderungen vergleichen kann. Für chronische Wunden empfiehlt sie die Einrichtung eines Expertenstandards über den Wundmanager, den es bereits am Klinikum gibt, hinaus. Kritisch schaut sie auf eine Aufklärungsbroschüre: „Die wurde 2009 das letzte Mal aktualisiert. Das ist schon lange her.“

Einen letzten Blick wirft sie in den Medizinschrank. Wer dokumentiert den Verbrauch? Sie notiert sich, dass die bei Betäubungsmitteln die Rezeptnummer auf der Ein- und Ausgabenliste zu vermerken sind. Bei Haupt- und Nebenabweichungen von der Norm erhält das Klinikum eine Frist zum Nachbessern.

Katja Severa, stellvertretende Qualitätsmanagementbeauftragte des Klinikums Forchheim, erklärt: „Ziel des Qualitätsmanagements am Klinikum ist eine kontinuierliche Verbesserung der Strukturen, Prozesse und Ergebnisse im gesamten Krankenhaus. Im Mittelpunkt steht die bestmögliche Patientenversorgung unter den von Gesetzgeber und Kostenträger vorgegebenen Rahmenbedingungen.“

Die Erst-Zertifizierung nach DIN ISO 9001 wurde bereits im Jahr 2004 durchgeführt. Eine erneute Zertifizierung findet alle drei Jahre statt. Dazwischen wird der Qualitätsstatus durch jährliche Überwachungsaudits bewertet. Bei einem Audit untersuchen speziell geschulte Auditoren, ob Prozesse, Anforderungen und Richtlinien die geforderten Standards erfüllen.