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Das Hebammenteam Forchheim grüßt heute ganz herzlich alle Schwangeren und alle werdenden Eltern mit einer kleinen Geschichte, die vielleicht an einen Sommerurlaub im Gebirge erinnert.

Zuvor noch ein paar Informationen zur Anmeldung für die Geburt in unserem Kreißsaal. Wenn Sie das Klinikum Forchheim Fränkische Schweiz als Geburtsort auswählen, ist es erforderlich sich zwischen der 32. und 36.SSW bei uns anzumelden. Eine Anmeldung ist auch nötig, wenn Sie nur „vielleicht“ bei uns entbinden wollen, dass wir besser personell planen können.

Die Anmeldung verläuft entspannt von zu Hause aus per Mail/Fax/Post, indem Sie sich die Unterlagen entweder auf unserer Homepage im Bereich Geburtshilfe unter der Rubrik „rund um die Geburt“ herunterladen, von uns per Mail (krs@klinikum-forchheim.de) anfordern oder direkt im Haus an der Pforte abholen.

Außerdem informieren wir Sie mit einem Imagefilm, einer virtuellen Kreißsaalführung und einem Film über die Geburt im Klinikum Forchheim Fränkische Schweiz, die Sie per link abrufen können.

Natürlich begleiten wir Sie weiterhin liebevoll, persönlich und kompetent und Sie können in entspannter und familiärer Atmosphäre in aller Ruhe und Ihrem Tempo Ihr Baby zur Welt bringen. Ihre Begleitperson kann weiterhin während der gesamten Geburt an Ihrer Seite bleiben und auch gerne nach der Geburt mit Ihnen und Ihrem Baby im Familienzimmer die ersten Tage verbringen.

Wenn Sie sich auf die Geburt vorbereiten, denken Sie vermutlich auch daran, wie es wohl sein wird, was richtig und was falsch ist, ob es sehr weh tun wird, wann es los geht usw.

Hierzu möchten wir Ihnen folgende Worte mit auf den Weg geben: Geburt kann man nicht „machen“ – die Geburt passiert einfach, ohne dass wir viel richtig oder falsch machen können. Vertrauen Sie darauf, dass Ihr Körper weiß, wie das geht und die Kraft dazu hat. Anatomisch ist er dazu fast immer in der Lage.

Stellen Sie sich doch mal eine große Bergtour vor. Ihr Kind bestimmt, wann es reif genug ist für den Aufstieg und gibt Ihnen das richtige „Bauchgefühl“ als Signal. Ihr Bergführer ist die Hebamme, die Sie jederzeit nach dem Weg fragen können und die Ihnen Unterstützung und Begleitung anbietet. Auf dem Weg bis zum Gipfel geht es hauptsächlich darum, Ihren  Körper und Ihr Baby gut zusammen arbeiten zu lassen. Das kann sowohl durch verschiedene Atemtechniken und Positionen unterstützt werden, als auch durch Homöopathie, Kräuterheilkunde, Akupunktur oder bestimmte geburtshilfliche Medikamente bis hin zur PDA, welche bei Ihrer Bergtour sozusagen eine Gondel bedeuten kann; mit deren Hilfe Sie eine schwierige Bergpassage überwinden können. Eine geburtshilfliche PDA (=Periduralanästhesie ist eine Form der Betäubung, um Schmerzen in der unteren Körperregion zu lindern) erhalten Sie durch unsere Fachärzte der Anästhesie zu jeder Tages- und Nachtzeit. Wir bieten die PDA auch als „PCEA“-Pumpe an, mit der Sie Ihre Schmerzausschaltung selbst regulieren können.

Kurz vor dem Gipfelkreuz, wenn der Muttermund offen ist und das Baby sich in Ihr Becken eindreht, kommen Sie in eine sehr aktive Phase und werden merken, dass Sie jetzt richtig gut mithelfen können, dass Ihr Baby geboren wird. Gleich ist es soweit – Sie haben es fast geschafft! Glückshormone werden ausgeschüttet und geben Ihnen Kraft nach oben auf den Gipfel zu stürmen.

Wir freuen uns, Sie ab der 36+0SSW auf Ihrer „Bergtour“ zu begleiten und wünschen Ihnen bis dahin eine wunderschöne Schwangerschaft.

Falls Sie noch keine Hebamme finden konnten, bieten wir Ihnen in Zusammenarbeit mit der Hebammenpraxis Ebermannstadt eine Wochenbettsprechstunde in den Räumen der UGeF Notfall-Praxis / Krankenhausstraße 8 in Forchheim an. Kontaktdaten hierfür: 0151-70080124 oder  anmeldung@hp-ebs.de

Wir grüßen herzlich,

Ihr Hebammenteam Forchheim

Forchheim, 18. Feb. 2021 – Die Hebammen des Forchheimer Kreißsaals wollen nun mindestens vier Mal im Jahr ihre Schwangeren und werdenden Eltern, aber auch die frischgebackenen jungen Familien auf einem „Spaziergang“ durch den Kreißsaal mit aktuellen Infos und Neuigkeiten versorgen.

Der erste „Quartalsspaziergang“ führt in den grünen Kreißsaal, in dem Oberärztin Zeynep Günes und Hebamme Martina Steck Auskunft geben zum Thema ‚Geburt mit Maske‘. Der „grüne“ Kreißsaal wurde gewählt, weil es der größte ist und man hier sehr gut Abstand halten kann.

Wie ist denn die aktuelle Situation? Müssen die Frauen unter der Geburt durchgehend eine Maske tragen?

Zeynep Günes: Laut der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) wird die Empfehlung zum Tragen einer Maske ausgesprochen. An diese Empfehlung halten wir uns auch und bitten die Frauen oder Paare um entsprechende Bedeckung von Mund und Nase bei Betreten des Kreißsaals. Wir selbst schützen uns ebenfalls mit einer FFP2 Maske.

Und wenn die Wehen wirklich stark sind?

Martina Steck: Das Wohlbefinden der Gebärenden steht immer und besonders bei kräftiger Wehentätigkeit im Vordergrund. Keine Gebärende muss Angst davor haben, dass sie gezwungen wird die Maske dauerhaft zu tragen. Wir lassen die Frau natürlich auch nicht alleine, wenn sie die Maske abnimmt.

Wie verläuft das Testverfahren auf Corona?

Martina Steck: Bei Betreten des Kreißsaals ist das Tragen einer FFP 2 Maske Pflicht. Wir testen sowohl Schwangere, als auch Begleitperson auf Corona mittels Abstrich im Kreißsaal. Bei einem geplanten Termin findet der Abstrich nach Möglichkeit in der Teststation im Haus statt.

Was hat sich bei der Betreuung der Schwangeren unter der Geburt geändert?

Martina Steck: Gar nichts. Natürlich wird jede Frau, die zu uns zur Geburt kommt, persönlich und liebevoll begleitet. Die Gebärende steht im Mittelpunkt Die werdende Mutter kann jederzeit alle Bedürfnisse und Wünsche äußern und sich mit der Hebamme und dem Ärzteteam besprechen. Das größte Ziel ist ein gutes Geburtserlebnis.

Gibt es bezüglich der Begleitperson Neuigkeiten?

Martina Steck: Nein, die Begleitperson gehört als wichtige Stütze im Kreißsaal an die Seite der Gebärende. Allerdings sollte kein Wechsel von Begleitpersonen stattfinden und die getestete Begleitperson bis zur eigentlichen Geburt im Klinikum bleiben.

Bekommt die Gebärende auf Wunsch auch eine PDA?

Zeynep Günes: Ja. Sie bekommt weiterhin jede Möglichkeit der Schmerzlinderung, die sie möchte.

Martina Steck: Nach wie vor ist es jederzeit möglich unter der Geburt im Kreißsaal eine PDA zu erhalten.

Welche Einschränkungen gibt es nun eigentlich in Coronazeiten im Kreißsaal?

Zeynep Günes: Leider sehen wir die Schwangere oft bis zur Geburt nicht.

Martina Steck: Das kommt daher, dass wir keine persönlichen Anmeldetermine durchführen. Die Anmeldeunterlagen können von den Schwangeren an der Pforte im Klinikum abgeholt werden, auf der Homepage des Klinikums im Expertenbereich „Geburtshilfe“ unter der Rubrik „rund um die Geburt“ runtergeladen und ausgedruckt werden oder auch per Mail: krs@klinikum-forchheim.de angefordert werden. Mit den ausgefüllten und unterschriebenen Unterlagen wird eine Akte angelegt und die Hebammen bieten telefonisch die Beantwortung aller Fragen an.

Wir verlassen uns darauf, dass die Schwangere uns alle Neuigkeiten rund um ihre Schwangerschaft umgehend per Mail oder unter der Telefonnummer 09191 / 610 -15002 mitteilt. Die Aktualität und Vollständigkeit ihrer Krankengeschichte ist für uns eine wichtige Voraussetzung für eine optimale Betreuung unter der Geburt.

Was sind denn wichtige Neuigkeiten? Ob es ein Mädchen oder ein Junge ist?

Martina Steck: Nein, wir freuen uns über alle kleine Mädchen und alle kleinen Jungen. Momentan haben die Mädels die Nase vorn. Wichtige geburtshilfliche Neuigkeiten wären z.B. Änderung der   Kindslage, Bluthochdruck oder Schwangerschaftsdiabetes.

Also gibt es derzeit keine persönlichen Termine?

Zeynep Günes: Doch, bei eben diesen Besonderheiten oder speziellen Risiken, bei einem vorausgegangenen Kaiserschnitt oder bei dem Wunsch nach einem Kaiserschnitt erhalten die Schwangeren einen Termin zum Geburtsmodusgespräch.

Martina Steck: Für den Geburtsmodus vereinbaren wir mit der Schwangeren einen persönlichen Termin. Zu diesem Gespräch muss eine Überweisung des betreuenden Frauenarztes vorgelegt werden.

Zeynep Günes: Außerdem vereinbaren wir mit den Frauen auch weiterhin am Wochenende und an Feiertagen einen Termin zur Vorsorge, wenn sie über den errechneten Termin gehen, oder eine Einleitung besprochen werden muss.

Martina Steck: Ja, und natürlich nehmen wir auch weiterhin die Patientinnen an, die von ihren Frauenärzt*innen zu uns geschickt werden, weil eine spezielle Kontrolluntersuchung gemacht werden muss.

Wie ist es auf Station?

Zeynep Günes: Die Besucherregelung umfasst nur den Vater des Neugeborenen. Dieser wird bei Betreten des Klinikums in der Teststation auf Corona getestet und muss eine FFP2 Maske tragen.

Martina Steck: Wir bieten aber auch weiterhin unsere Familienzimmer an, dass die frischgebackenen Eltern die erste Zeit mit Ihrem Baby gemeinsam verbringen können.

Forchheim, 30.03.2020 – Aufgrund eines bestätigten COVID-19 Falles ist die Geburtshilfe am Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz bis nach Ostern geschlossen. Dr. med. Stefan Weingärtler, Chefarzt der Fachabteilung Gynäkologie und Geburtshilfe, im Interview:

Herr Dr. Weingärtler, war dieser Schritt – die Schließung der Geburtshilfe – notwendig und wenn ja, warum dann nur zwei Wochen?

Dr. Stefan Weingärtler: Wir haben die Geburtshilfe für Neuaufnahmen geschlossen als reine Vorsichtsmaßnahme zum Schutz der werdenden Mütter und der Mitarbeiter.

Während der nächsten vierzehn Tage werden alle Mitarbeiter, die Patientenkontakt haben, mehrmals getestet, so dass wir nach Ablauf dieser Zeit sehr sicher sein können, dass die Mitarbeiter, die die Schwangeren und Wöchnerinnen betreuen, nicht das Coronavirus weitergeben können. Zu Geburtsanmeldungen für die Zeit danach steht jedoch täglich von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr eine Hebamme im Kreißsaal telefonisch zur Verfügung (Telefonnummer 09191 610 334).

Sind Schwangere durch das Coronavirus stärker gefährdet?

Ich beziehe mich in meinen Antworten auf die neuesten Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG). Demnach scheinen Schwangere dem Coronavirus (SARS-CoV-2) nicht exponierter zu sein als alle anderen. Wir gehen davon aus, dass die große Mehrheit der schwangeren Frauen nur leichte oder mittelschwere Symptome aufweist, vorausgesetzt es liegen keine Herz- oder Lungenerkrankungen vor.

Was gilt, wenn Schwangere engen Kontakt zu Personen hatten, die auf COVID-19 positiv getestet wurden?

Diese wenden sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen telefonisch an ihr zuständiges Gesundheitsamt oder rufen den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117, sowie Ihren Frauenarzt/ärztin. Dieser klärt über alle weiteren Maßnahmen auf. Wir haben unsere betroffenen Patientinnen bereits selbst informiert und an das Gesundheitsamt weitergeleitet. Sie werden dann automatisch vom Gesundheitsamt kontaktiert.

Das SARS-CoV-2 ist ein Virus, das Symptome wie Fieber, trockenen Husten und Abgeschlagenheit verursacht. Auch Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen und Schüttelfrost können auftreten. Die Erkrankung wird von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion übertragen. Die Zeit von Ansteckung zum Erkrankungsbeginn kann 14 Tage betragen, im Mittel 5 bis 6 Tage. Die Diagnose wird mit einem Abstrichbefund aus dem Mund- und Rachenbereich gestellt. Aktuell sind noch keine Behandlungsmöglichkeiten oder Impfungen bekannt.

Was sollen Schwangere tun, wenn diese positiv auf das Coronavirus getestet wurde?

Wenn werdende Mütter positiv auf das Coronavirus getestet wurden, sollten diese sich telefonisch an den Frauenarzt wenden und mit diesem die Diagnose besprechen. Wenn sie keine oder leichte Symptome haben und keine Risikofaktoren für Komplikationen bei ihnen oder weiteren Personen im Haushalt vorliegen (z. B. relevante chronische Grunderkrankungen), bleiben sie unter Betreuung durch einen behandelnden Arzt isoliert zu Hause.

Welche Auswirkungen hat eine diagnostizierte Infektion auf das Ungeborene?

Es gibt weder Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten noch darauf, dass das Virus während der Schwangerschaft auf das Baby übertragen werden kann. Allerdings ist die Datenbasis sehr klein. Bei den bisher dokumentierten Schwangerschaften war keines der Neugeborenen infiziert. Es wurden keine Auffälligkeiten bei Mutter und Kind berichtet.

Was sollen isolierte werdende Mütter tun?

Schwangere, denen geraten wurde, sich selbst zu isolieren, sollten im Haus bleiben und 14 Tage lang den Kontakt mit anderen vermeiden. Das Robert Koch Institut (RKI) gibt konkrete Anweisungen unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/ambulant.html.

Was ist mit vorgeburtlichen Terminen in der Selbstisolation bei einer möglichen beziehungsweise bestätigten Coronavirus-Infektion?

Die zuständige Frauenärztin bzw. der Frauenarzt erwägt, ob der routinemäßige vorgeburtliche Termin ohne Schaden für Mutter und/oder Kind heraus gezögert werden kann, bis die Isolation endet.

Wenn der Termin nicht warten kann, werden die erforderlichen Vorkehrungen getroffen, damit die Schwangere den Termin wahrnehmen kann.

Wie wirkt sich eine bestätigte Infektion mit COVID-19 auf die Geburt aus?

Es gibt bis jetzt keine Anhaltspunkte dafür, dass nicht vaginal entbunden werden kann. Wenn eine Atemwegserkrankung vorliegt, kann eine Kaiserschnittgeburt erforderlich sein. Generell empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO), einen Kaiserschnitt nur dann durchzuführen, wenn dies medizinisch gerechtfertigt ist. Frauen mit Verdacht auf oder mit bestätigter Coronavirus- Infektion können auch eine PDA haben. Das Klinikum Forchheim- Fränkische Schweiz verwendet kein Lachgas, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Was passiert, wenn die Wehen während der Selbstisolation einsetzen?

Bitte im Kreißsaal des Klinikums anrufen, auf die vermutete oder bestätigte Coronavirus-Infektion hinweisen und sich vom Geburtsteam beraten lassen.

Kann das Coronavirus auf das Neugeborene übertragen werden?

Bis jetzt ist darüber noch wenig bekannt. Schwangere in einer Studie, bei denen im dritten Schwangerschaftstrimester eine Coronavirus- Infektion diagnostiziert wurde, haben das Virus im Mutterleib nicht an ihre Babys weitergegeben.

Wird das Neugeborene auf Coronavirus getestet?

Ja, wenn zum Zeitpunkt der Geburt des Babys ein Coronavirus bei der Mutter vermutet oder bestätigt wurde, wird das Kind auf Coronavirus getestet.

Kann die Mutter beim Baby bleiben, wenn das Coronavirus bei ihr vermutet oder bestätigt wird?

Ja, wenn sie das möchte unter der Voraussetzung, dass es dem Baby gut geht. Diese Empfehlung kann sich ändern, wenn sich das Wissen über das neue Virus weiterentwickelt.

Ist stillen erlaubt?

Ja. Im Moment gibt es keine Hinweise darauf, dass das Virus über die Muttermilch übertragen werden kann. Die Vorteile des Stillens überwiegen die potenziellen Risiken einer Übertragung des Coronavirus. Infizierte Mütter oder Verdachtsfälle sollten beim Stillen durch Hygienemaßnahmen wie sorgfältiges Händewaschen vor und nach dem Kontakt mit dem Kind und durch das Tragen eines Mundschutzes eine Übertragung des Virus durch Tröpfcheninfektion verhindern. Diese Empfehlung kann sich ändern, wenn sich das Wissen über das neue Virus weiterentwickelt.

Forchheim 29.03.2020 – Aufgrund eines Verdachtsfalles einer Covid-19 Infektion wird die Geburtshilfe am Standort Forchheim vorläufig für mehr als zwei Wochen geschlossen, bis einschließlich dem 14. April 2020.

Gebärende, die stationär aufgenommen sind oder die bereits entbunden wurden, werden weiter im Klinikum behandelt. Eine Hebamme hat sich möglicherweise extern mit dem Coronavirus angesteckt. Zum Schutz der werdenden Mütter und der Mitarbeiter hat sich das Klinikum entschieden, die Abteilung Geburtshilfe vorübergehend zu schließen, damit alle Mitarbeiter aus dem Bereich, die direkten Patientenkontakt haben, getestet werden können und die Ergebnisse vorliegen.

Für werdende oder frisch gebackene Mütter: Das Gesundheitsamt setzt sich mit Ihnen in Verbindung, falls Sie Kontakt zu einer infizierten Person hatten. Diejenigen, die bereits einen Termin haben, werden vom Klinikum kontaktiert.

Seit Schulbeginn im September strömen vor allem Kinder zur Schule. Eine Schule für Eltern bietet seit Neuestem das Klinikum Forchheim, die den werdenden Eltern die Unsicherheit vor diesem Lebensereignis – der Geburt des eigenen Kindes –  nehmen soll.

Der Kurs wird vom Klinikum Forchheim angeboten, weil zahlreiche schwangere Frauen keinen Platz in einem Geburtsvorbereitungskurs einer niedergelassenen Hebamme finden konnten. Laut einer Erhebung des Forchheimer Landratsamtes bräuchte der Landkreis – gemessen an den Geburten (2015: 1.015) – doppelt so viele niedergelassene Hebammen wie die gemeldeten 16.  Der Chefarzt der Frauenklinik, Dr. Stefan Weingärtler, und die leitende Hebamme, Petra Loher-Fischer, hoffen mit dem Angebot des Klinikums zur Entlastung der freiberuflichen Hebammen im Landkreis beizutragen.

Zu Beginn erläutert die Kinderkrankenschwester die erste Zeit mit dem Neugeborenen. Das Wichtigste sei die innere Zweisamkeit zwischen Mutter und Kind, das Bonding. Sie zeigt das richtige Anlegen an die Brust und erklärt, dass es bis zum Milcheinschuss drei bis vier Tage dauern kann.

Vorbeugendes Beckenbodentraining

Breitbeinig steht die Physiotherapeutin Ecatarina Heidel in der nächsten Stunde auf der Matte. Mit dem Körpergewicht auf den vorderen Zehenballen lässt sie sanft das Becken kreisen. Dies sind Übungen für das Beckenbodentraining nach der Geburt, denn durch die Schwangerschaft und Geburt ist dieser belastet und das kann später zu Senkung oder Inkontinenz führen.

Die Hebammen Martina Steck, Anne Bedruna, Grazyna Kuderewski, Dagmar Maier und Lisa Hubert klären über den Geburtsvorgang auf: „Ohne Wehen kommt kein Kind.“ Um sich die Dauer einer Wehe vorstellen zu können halten alle Teilnehmerinnen einen Eiswürfel in einer Hand – eine Minute lang. Langsam beginnt die Handinnenfläche zu schmerzen… Dann gibt es zwei Minuten Pause.

Hilfreich bei großen Wehenschmerzen ist eine bestimmte Atemtechnik, die die Anwesenden ausprobieren. Bei der sogenannten „Pferdeatmung“ wird geschnaubt und durch die Lippen gepustet.

Für die Schwangeren in der 30. Bis 32. Schwangerschaftswoche bietet die Elternschule eine gute Gelegenheit die meisten der elf Hebammen persönlich kennen zu lernen.

Geburtszeitpunkt richtet sich nach dem Kind, nicht nach dem Dienstplan

Das Klinikum Forchheim nimmt Frauen ab der 36. Schwangerschaftswoche auf. Pro Jahr werden von rund 700 Neugeborenen lediglich sechs bis acht in eine Kinderklinik in der Nähe verlegt. Nur 23 Prozent der Kinder werden mit einem Kaiserschnitt zur Welt gebracht, ein vergleichsweise niedriger Prozentsatz.

Die Elternschule dauert 5 mal 2 Stunden, jeweils mittwochs von 15.00 bis 17.00 Uhr und wird nach Bedarf angeboten. Der Kurs kostet 30 Euro. Er findet im Klinikum Forchheim statt, Raum 1520

Die Anmeldung erfolgt werktags von 08.00 bis 16.00 Uhr über die Telefonnummer 09191-610- 208

E-Mail: Elternschule@klinikum-forchheim.de

Auf dem Foto erläutert Hebamme Anne Bedruna den Geburtsvorgang.