Im Aufwachraum des Klinikums Forchheim wird es bunt

Mit einem Akkuschrauber befestigt Andrea Zimmermann das zweite Bild an der Decke im Aufwachraum. Insgesamt sechs Bilder sollen in Zukunft den frisch Operierten beim Wiedererlangen ihres Bewusstseins helfen. Sie sind direkt über den Patientenbetten angebracht. Vor fünf Jahren hatte die Künstlerin ihre Idee vorgestellt, jetzt kann sie realisiert werden. „Krankenhausdirektor Sven Oelkers war offen für meine Vorschläge“, erklärt die Weilersbacherin. Dabei war es nicht einfach ein Datum zu finden, an dem die Bilder angebracht werden können, denn der Aufwachraum ist stets belegt.

Dr. Ulrich von Hintzenstern, Chefarzt der Fachabteilung Anästhesie und Intensivmedizin, hat das Projekt unterstützt: „Es ist inzwischen wissenschaftlich belegt, dass sich Kunst günstig auf den Genesungsprozess auswirken kann. Kunst im Klinikum Forchheim beeinflusst auf emotionaler Ebene über Formen und Farben das Wohlbefinden der Patienten positiv. Dadurch wird das Immunsystem gestärkt und somit der Heilungsprozess verbessert. Für die Patienten, die in ihren Betten durch diese Räume in den Operationssaal oder Aufwachraum geschoben werden, wirkt die Wand- und Deckenkunst therapeutisch, indem sie eine Atmosphäre schafft, die Geborgenheit vermittelt, Freude und Lebenskraft ausstrahlt.“

Räume mit Kunst aufzuwerten ist das Metier von Andrea Zimmermann. Bereits bei der Fassadengestaltung des Ärztehauses sorgte sie mit mintgrünen Farbelementen für ein frisches Erscheinungsbild und im Innenbereich des medikon Zentrums für Orthopädie und Chirurgie schafft die Farbgebung ein angenehmes Arbeitsklima.

Die Grüntöne der Ärztehausfassade hat sie in ihren abstrakten Bildern wieder aufgenommen zusammen mit vielen Gelb- und Orangetönen. Diese spiegeln die Farben wieder, die in der Schleuse zum Operationssaal verwendet wurden. Die Farbgestaltung der Räume vor dem Operationssaal ist ebenfalls ein Werk von Andrea Zimmermann.

In den letzten 14 Jahren hat sie mehr als 200 Arztpraxen mit Kunstobjekten ausgestattet, im OP-Bereich und in Zahnarztpraxen auch über Kopf, damit die Patienten etwas zu sehen haben. „Ich montiere jedes Bild selbst“, sagt sie und klappt die Stehleiter zusammen.

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