Anna Merz ist Hebamme mit Leidenschaft und Uni-Abschluss
Als eine der ersten hat Anna Merz das neue Hebammenstudium erfolgreich bestanden. Nach dem Hörsaal findet Merz den Forchheimer Kreißsaal zwischen Schwangerschaft und Babyglück noch aufregender.
Bei der Abschlussfeier an der Hochschule ist Anna Merz als eine der besten Absolventinnen eines des ersten Bachelor-Studienjahrgangs ausgezeichnet worden. Nur im Kreißsaal des Klinikum Forchheim – Fränkische Schweiz fühlt sich die frischgebackene Bachelor-Hebamme noch besser aufgehoben. Wissenschaft mit Wunder: Anna Merz denkt gerne an die Zeit an der Universität zurück. „Als Teil des ersten Studienjahrgangs für Hebammenwissenschaften durfte ich Zeugin und Mitgestalterin eines großen Wandels werden: von einer rein praktischen Ausbildung hin zu einer wissenschaftlich fundierten Profession“, erinnert sich Merz an die dreieinhalb Jahre an der Hochschule in Coburg zurück. Nach einer Gesetzesänderung der Europäischen Union (EU) hatte Deutschland den ehemaligen Ausbildungsberuf in einen akademischen Studiengang umgewandelt. Das neue Konzept habe Merz sofort angesprochen. Fundiertes Wissen sei von Beginn an mit praktischer Erfahrung verknüpft worden. „Die Akademisierung des Hebammenwesens ist eine sinnvolle Weiterentwicklung, die sowohl dem Handwerk als auch der Forschung, aber auch dem Ansehen des Hebammenberufs neue Perspektiven bietet“, findet Merz, die schon immer den großen Wunsch hatte, Frauen während dieser besonderen Lebensmomente begleiten und auf Augenhöhe helfen zu können. Nach dem Hörsaal sei der Kreißsaal im Klinikum Forchheim – Fränkische Schweiz am Standort in Forchheim noch ein wenig schöner. „Man sieht das Ergebnis der eigenen Arbeit unmittelbar, hört das erste Schreien, das Lächeln der Familie und fühlt die Dankbarkeit“, schwärmt Merz über das neue Leben zwischen Schwangerschaft, Entbindung und Babyglück. An der Hochschule hätte das Leben dagegen aus ganz vielen Büchern und noch mehr Kaffee bestanden. Daher genieße sie es nun umso mehr, im Forchheimer Kreißsaal mit dem malerischen Ausblick in die Fränkische Schweiz jetzt ganz nah dran an den Menschen und ihren Geschichten sein zu können. „Man lacht, man zeigt Nervenstärke, man erlebt Wissenschaft in Aktion, übernimmt Verantwortung und am Ende des Tages weiß man: Das ist Praxis mit Herz“, beschreibt Merz ihren abwechslungsreichen Hebammenalltag. Zu sehen, wie werdende Eltern in ihrer Obhut schnell Ruhe und Vertrauen finden und ihre Kompetenzen zwischen Babyeuphorie und Schlafmangel entwickeln und so gut gestärkt in den neuen Lebensabschnitt starten können, bereite Merz neben der familiären Atmosphäre in der gesamten Geburtsabteilung mit ihren zahlreichen Hebammen, Pflegekräften und Ärzten unter der Leitung von Chefarzt Dr. Stefan Weingärtler am meisten Freude. „Jede Geburt bietet einzigartige Lernmomente und zeigt mir, dass meine Arbeit einen direkten und positiven Einfluss hat.“ Chefarzt Dr. Weingärtler lobt das Engagement und die Lernbereitschaft zum Wohl der werdenden Eltern. „Egal ob mit oder ohne Uniabschluss – wir sind im Forchheimer Kreißsaal mit den großzügigen Familienzimmern alle ein super Team aus ingesamt 16 Ärzten, 15 Hebammen und knapp 30 Pflegekräfte auf der Geburtsstation“, freut sich Dr. Weingärtler und verweist darauf, dass es im Klinikum Forchheim – Fränkische Schweiz beispielsweise keine Hebammen als freie Mitarbeiterinnen gebe, sondern alle Hebammen genauso wie die Ärzte zum festangestellten Kernteam selbstverständlich dazugehören würden. „Deshalb sind wir auch nicht wie andere Kliniken vom neuen Vergütungssystem der freiberuflichen Hebammen betroffen und können unseren Gebärenden weiter eine betreuungsintensive Geburt versichern.“
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