Schlaganfall-Team ist fit für den Ernstfall

Um Patienten immer bestmöglich helfen zu können, arbeitet das Klinikum Forchheim – Fränkische Schweiz mit dem Tele-Netzwerk Schlaganfall der Universitätsklinik Erlangen seit über 20 Jahren erfolgreich zusammen. Jetzt hat dieses Netzwerk eine aufwändige Zertifizierung zum Schlaganfall Tele-Netzwerk für höchste Qualitätsansprüche zur Freude von Chefarzt Professor Dr. Jürgen Gschossmann erfolgreich bestanden.

Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute. Um den Patienten im Ernstfall zeitraubende Zusatzwege zu ersparen, ist das Klinikum Forchheim – Fränkische Schweiz schon seit über 20 Jahren beim „Schlaganfallnetzwerk mit Telemedizin in Nordbayern“ (kurz: STENO) dabei. „Wir sind als eine der ersten Kliniken in der Region dem Schlaganfall-Telenetzwerk beigetreten, um Patien-
ten mit Hilfe der Telemedizin im Ernstfall gemeinsam mit Experten des Uniklinikums Erlangen sowie des Klinikums Nürnberg und des Klinikums Bayreuth rund um die Uhr bestmöglich helfen zu können“, erklärt Professor Dr. Jürgen Gschossmann, Ärztlicher Direktor und Direktor des Zentrums für Innere Medizin im Klinikum Forchheim – Fränkische Schweiz am Standort in Forchheim. „Das STENO-Netzwerk trägt entscheidend dazu bei, unseren Patienten auch als Akutkrankenhaus der Grund- und Regelversorgung eine optimale Schlaganfall-Versorgung gemäß der nationalen und internationalen Leitlinien ,vor Ort` anbieten zu können und gleichzeitig die internistische Seite dieser Erkrankung umfassend abzuklären, wie etwa die Suche nach Risikofaktoren wie Herz-
rhythmusstörungen, Diabetes oder einem schlecht eingestellten Blutdruck“, sagt Oberärztin Dr. Kathrin Haid. „Wir waren als Netzwerkklinik bei der Zertifzierung live dabei und konnten den Auditoren unseren Teil der gemeinsamen Arbeit präsentieren. Wir sind stolz, ein Teil des zertifizierten STENO-Netzwerkes zu sein“, freut sich Oberärztin Dr. Haid. „Durch die enge Zusammenarbeit der Netzwerkpartner mit Einsatz der Telemedizin ist es uns möglich, Patienten
im Bedarfsfall rund um die Uhr mit einem neurologischen Facharzt gemeinsam zu beurteilen und die weiteren notwendigen diagnostischen und therapeutischen Schritte zu besprechen“, erklärt Oberärztin Dr. Haid weiter. Würde eine Verlegung des Patienten trotzdem notwendig, gelinge diese innerhalb des Netzwerken aufgrund vorgegebener Verlegungsstandards ebenfalls deutlich schneller. „Beim Schlaganfall geht es wirklich um alles, weil Schädigungen der empfindlichen Gehirnzellen irreparabel sein können. Deshalb ist Zeit bei einem Schlaganfall der entscheidende Faktor. Über das STENO-Netzwerk können wir eine leitliniengerechte Schlaganfall-Versorgung hier in Forch-
heim mit der gewohnten Portion der persönlichen Betreuung anbieten“, sagt Chefarzt Professor Gschossmann und gratuliert dem gesamten Schlaganfall-Team im Klinikum Forchheim – Fränkische Schweiz zur erfolgreichen Teilnahme an der Netzwerk-Zertifizierung, die eine Gewährleistung der einheitlichen, strukturierten Versorgung auf hohem Qualitätsniveau eindrucksvoll bestätigt habe.

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