Wenn die Herzklappen nicht mehr dicht sind

Wie die Herzklappen das Wohlbefinden beeinflussen, hat der Forchheimer Kardiologe Dr. Wolfgang Dratz bei einem Vortrag des Fördervereins im Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz am Standort in Forchheim erklärt.

Mit einem zarten Blumenkelch vergleicht Dr. Wolfgang Dratz, bekannter Kardiologe aus Forchheim, die Herzklappen. Wer über Kurzatmigkeit und Schwindelgefühle klagt, sollte die Funktionsfähigkeit der menschlichen Schleusenkammern überprüfen lassen. Häufig würden Probleme rund um die Herzklappen durch Kalkablagerungen verursacht. „Wie bei einem verrosteten Ventil können verkalkte Herzklappen häufig nicht mehr korrekt öffnen oder schließen“, erklärt der Kardiologe und bedauert, dass es kein Medikament dagegen gibt.

Stattdessen hätten Patienten mit Beschwerden die Möglichkeit, die defekten Klappen zunächst „nur“ unter dem strengen Blick des Mediziners regelmäßig im Auge zu behalten. „Mit verkalkter Herzklappe kann man uralt werden“, betont Dr. Dratz. Bei zunehmender Verkalkung und wachsender Fehlfunktion sei eine gründlichere Reparatur allerdings dringend angeraten. Hier gibt es zwei Behandlungsmethoden. Bei älteren Patienten könnten Engstellen in den Herzklappen über einen Katheder relativ gut entfernt werden. Noch gründlicher könne der Arzt die Herzklappen im Rahmen einer Operation behandeln. Hierbei können kaputte Klappen auch durch mechanische oder organische Ersatzpräparate wieder ertüchtigt werden. „Gerade jüngeren Patienten zwischen 65 und 75 Jahren empfehle ich eine Operation“, hat Dr. Dratz im Rahmen seines Vortrages über Herzklappen-Erkrankungen erklärt. Nach etwa einem Vierteljahr mit Klinikaufenthalt, Rehamaßnahme und Sporttherapie könnten die ehemaligen Patienten nach erfolgreicher Herzoperation wieder mit voller Leistungskraft auf Berge wandern oder im Chor singen.

Klinikgeschäftsführer Sven Oelkers hat sich für den interessanten Fachvortrag im Namen des Fördervereins im Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz bedankt. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung ist der Vorstand um Gregor Scheller entlastet worden. Margit Hallmann und Dr. Hans-Jürgen Dittrich sind für 25-jährige Mitgliedschaft in dem 1995 gegründeten Förderverein geehrt worden, der die Position des Klinikums und damit die wohnortnahe medizinische Grundversorgung beispielsweise durch die Unterstützung von Mitarbeitern mit Geräten, Material und Wissen stärken will. Im letzten Jahr hat der Förderverein beispielsweise die beliebte Abschlussfahrt der Auszubildenden zur Pflegefachkraft im Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz großzügig unterstützt.

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