Monthly Archives: November 2017

Röntgenstrahlen und Hochfrequenzanregung im magnetischen Feld – Physik für Fortgeschrittene

Forchheim – Wie werden die Erkenntnisse aus der Physik praktisch umgesetzt in der Medizintechnik? Dieser Frage gingen Elftklässler des Forchheimer Ehrenbürg Gymnasiums nach, als sie Ende Oktober 2017 die Radiologie des Klinikums Forchheim besuchten. Im Anschluss an den Besuch erarbeiten die zehn Schüler des wissenschaftspropädeutischen Seminars unter der Leitung von Physiklehrer Rainer Martin ein selbstgewähltes Thema in der Physiksemesterarbeit.

Der Leiter der Radiologie, Chefarzt Dr. Klaus Swoboda, testete gleich zu Beginn den Wissenstand der Schüler: Ausbreitungsgeschwindigkeit und Energiegehalt der Röntgenstrahlen? Röntgenspektrum? Die Schüler der Partnerschule der Siemens AG waren gut vorbereitet und wussten die Antwort.

Bildgebende Verfahren – Von Röntgen bis zum MRT

Der Rundgang folgte der chronologischen Entwicklung der bildgebenden Verfahren in der Medizin. Am 8. November 1895 entdeckte Wilhelm Conrad Röntgen in Würzburg die unsichtbaren, nach ihm benannten Strahlen. Die verschieden dichten Gewebe eines bestrahlten Organismus absorbieren die Röntgenstrahlen unterschiedlich stark. Dichtes Gewebe, beispielsweise Knochen, taucht als Schatten auf. Die ersten Bilder wurden mithilfe eines fluoreszierenden Schirms sichtbar gemacht. Später kam der Röntgenfilm, dann die Röntgenspeicherfolien zum Einsatz. Heute werden fast ausschließlich elektronische Festkörperdetektoren (CCD´s) verwendet, um die Bilder digital weiter verarbeiten zu können.

Die Schüler fragten nach der Strahlenbelastung der Mitarbeiter im Klinikum. Dr. Swoboda antwortete, dass diese heutzutage sehr gering sei. Der zulässige Grenzwert von 20 Millisievert (mSv) bei beruflich strahlenexponierten Erwachsenen sei am Klinikum Forchheim nie erreicht worden. 70 betroffene Mitarbeiter würden jährlich mit einem Filmdosimeter überwacht.

Scheibchenweise Computertomographie

Eine Weiterentwicklung der Röntgendiagnostik ist die Computertomographie. Diese basiert ebenfalls auf Röntgenstrahlung. Dabei nimmt ein schmaler Röntgenstrahl das Gewebe von allen Seiten auf. Mithilfe großer, moderner Rechner kann die Information detailgetreu eindeutig sichtbar gemacht werden. Die Aneinanderreihung der „Scheibchen“ kann in ein dreidimensionales Bild umgesetzt werden.

Auch die Mammographie zur Früherkennung von Brustkrebs nutzt Röntgenstrahlen zur Sichtbarmachung. Der Chefarzt war überzeugt, dass keine andere Methode so gute Ergebnisse zur Früherkennung liefere wie die Mammographie.

Die Magnetresonanztomographie macht sich eine andere Eigenschaft des menschlichen (und tierischen) Gewebes nutzbar: Der unterschiedlich hohe Wasser- und Protonenanteil in verschiedenen Gewebestrukturen. Das wechselhafte Verhalten der Wasserstoffprotonen in Magnetfeldern ist die Grundlage dieses bildgebenden Verfahrens. Es ergänzt die anderen Verfahren und eignet sich besonders zur Sichtbarmachung von Gelenken und Weichteilerkrankungen.

Eine Jugendliche fragte nach den Kontrastmitteln, die im Klinikum verwendet werden. Hier verwies der Radiologe auf Jod für die Röntgendiagnostik und auf Gadolinium, ein Element, das zu den seltenen Erden zählt.

Am Ende zeigten sich alle Schüler sichtlich beeindruckt von der Anwendung der bildgebenden Verfahren in der Praxis. Ein Schüler (16 Jahre) konnte sich noch nicht entscheiden, ob er seine Arbeit lieber über „Radioaktivität“ schreiben möchte oder über die „Röntgentechnik“.

Anlässlich des Weltdiabetestages referierte Oberärztin Dr. Elisabeth Dewald zum Thema
„Mit Diabetes im Krankenhaus“

Die Diabetologin und Ernährungsmedizinerin am Klinikum Forchheim berichtet einleitend über die stark ansteigende Anzahl von Menschen mit Diabetes mellitus nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Mittlerweile spricht die Fachwelt von einem sich ausbreitenden „Diabetes-Tsunami“.

Umso mehr ist es das Bestreben neben der Prävention, diese Erkrankung mit all ihren Facetten möglichst schnell zu erkennen und bestmöglich zu behandeln.

Dass die Behandlung des Diabetes keine Selbstverständlichkeit ist, zeigt die Tatsache, dass erst im Jahr 1921 durch die beiden Forscher Frederick Grant Banting und Charles Herbert Best die Entdeckung des Insulins gelang und damit der bahnbrechende Erfolg in der Behandlung dieser Erkrankung.

Als einer der ersten Patienten erhielt der fünfjährige „Teddy“ Theodore Ryder damals das zum Überleben notwendige Hormon. Zu diesem Zeitpunkt wog das Kind 12,5 kg und wäre an der Erkrankung verstorben, hätte es nicht die Entdeckung des Insulins gegeben. Nach wenigen Monaten kam er zur vollen Genesung und schrieb an den Forscher:
„Sehr geehrter Hr. Dr. Banting, ich wünschte, sie könnten mich jetzt sehen. Ich bin jetzt ein properer Junge geworden, mir geht es gut und ich kann auf Bäume klettern…“. Im Alter von 76 Jahren nach einem erfüllten Leben verstarb er ohne wesentliche Folgeerkrankungen seines Diabetes.

Die Entwicklung der Diabetesmedikamente nahm dann ab den 60er Jahren stark zu, seit 1975 ist die Insulinpumpe im Einsatz, seit 1982 kann Insulin gentechnisch im Labor hergestellt werden, weitere neue Medikamente und Hilfsmittel folgten.

Trotz aller Fortschritte in der Behandlung des Diabetes kann ein Krankenhausaufenthalt manchmal nicht vermieden werden – sei es wegen einer entgleisten diabetischen Stoffwechsellage oder auch wegen einer anderen Erkrankung oder einer anstehenden Operation.

Dies bedeutet für Menschen mit Diabetes eine Veränderung ihrer täglichen Gewohnheiten, manche Diabetesmedikamente müssen z.B. vor einer Operation abgesetzt werden, Insulinmengen müssen angepasst werden, Infektionen und Therapeutika können den Blutzuckerspiegel in die Höhe treiben, Nüchtern-Phasen erfordern eine Anpassung der Diabetestherapie. Zudem ist aus Studien bekannt, dass Menschen mit Diabetes ein höheres Risiko für Komplikationen haben und dadurch auch die Verweildauer in der Klinik länger wird.

Um als Patient mit Diabetes selbst gut auf einen geplanten stationären Aufenthalt in der Klinik vorbereitet zu sein, empfiehlt Dr. Dewald, sich im Vorfeld schon mit dem Hausarzt oder dem mitbehandelnden Diabetologen abzusprechen, die entsprechenden Unterlagen für die Klinik bereitzuhalten und das eigene Diabetes-Equipment in die Klinik mitzunehmen.

Die Auswahl einer geeigneten Klinik für Diabetiker erleichtert ein von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) vergebenes Zertifikat, das für jeweils drei Jahre Gültigkeit besitzt, danach muss sich die Klinik einer erneuten Prüfung ihrer Qualitätsstandards unterziehen.

Das Klinikum Forchheim besitzt dieses Zertifikat „Klinik für Diabetespatienten geeignet“ bereits seit 2014, im Oktober 2017 wurde die Klinik als eine der ersten Kliniken in dieser Sparte erfolgreich rezertifiziert.

Neben einer Diabetologin stehen den Patienten im Klinikum Forchheim auch eine Diabetesberaterin sowie eine Diätassistentin und diabetesversierte Pflegekräfte zur Verfügung, um die bestmögliche Versorgung von Diabetespatienten zu erziehlen.

Nach dem Vortrag fragten sich die interessierten Zuhörer, warum Diabetes in der öffentlichen Wahrnehmung noch zu wenig Beachtung fände, obwohl es eine Erkrankung mit so weitreichenden Folgen sei. Dr. Dewald antwortete, dass es sich um eine Krankheit handele, die nicht weh tue, die häufig als „das bisschen Alterszucker“ verharmlost werde und die oft gleichgesetzt werde mit Verlust von Lebensqualität.
Diabetestherapie bedeute aber in erster Linie Eigenverantwortlichkeit der Betroffenen in Kombination mit den heute so vielfältigen Behandlungsmöglichkeiten.
Therapieerfolg und der Erhalt der Lebensqualität durch Vermeidung der Folgeschäden sind der Lohn.

Die Schlaganfall-Einheit am Klinikum Forchheim dient als Muster für chinesische Krankenhäuser

Forchheim – Erneut besuchte eine neunköpfige Delegation aus den chinesischen Provinzen Shandong, Sichuan und Anhui das Klinikum Forchheim. Sie nahmen an einem zweitägigen Workshop zum Thema „Telemedizinische Schlaganfallbehandlung“ unter Leitung von Oberarzt Dr. Lorenz Breuer am Universitätsklinikum Erlangen teil.

In ländlichen, medizinisch teils unterversorgten Gebieten der drei genannten chinesischen Provinzen soll mithilfe der Telemedizin die räumliche Distanz zwischen Patienten und Arzt oder zwischen zwei Ärzten überbrückt werden. Schlaganfälle können so schnell diagnostiziert und therapiert werden. Bei einem Schlaganfall – einer plötzlichen Durchblutungsstörung im Gehirn, oder einer Hirnblutung – ist schnelle und kompetente Hilfe lebenswichtig.
Der Workshop hatte zum Ziel die Möglichkeiten der Telemedizin zur Verbesserung der flächendeckenden Schlaganfallversorgung in China zu eruieren. Die Delegationsteilnehmer erarbeiteten gemeinsam mit den deutschen Gastgebern, nötige Schritte für die Etablierung von Telemedizinischen Schlaganfall-Netzwerken in ihren Regionen.

Um eine genauere Vorstellung von einer telemedizinisch angebundenen Klinik zu bekommen, besuchte die Gruppe das Klinikum Forchheim. Oberärztin Barbara Willaczek, die die Forchheimer Stroke Unit (engl. für Schlaganfall-Einheit) aufgebaut hat und leitet, begrüßte dieses Mal auch fünf Fachärzte aus den Anhui Provincial-, Bingzhou Peoples- und West China-Hospital unter den Delegationsteilnehmern. Diese informierten sich vor Ort über die Funktionsweise des Telekonsils und über die weitere Behandlung von Schlaganfallpatienten vor Ort. Die „Telemedizinische Konsultation“ erfolgt über eine schnelle Internetverbindung, welche das Klinikum Forchheim bei Bedarf rund um die Uhr mit einem der drei Schlaganfallzentren in Erlangen, Nürnberg oder Bayreuth verbindet. Dort ist dann jeweils ein in der Behandlung von Schlaganfällen erfahrener Neurologe zugeschaltet.

Dem “Weg des Schlaganfalls“ folgend besichtigten die chinesischen Gäste die Notfallambulanz, die Radiologie, den Telemedizinraum und die Stroke Unit des Klinikum Forchheim . Sie zeigten sich besonders beeindruckt von dem „Stroke Angel“-System bei dem sog. NIDA-Pads und NIDA-Arrivalboards zum Einsatz kommen, Der Rettungsdienst gibt die Patientendaten und erste medizinische Informationen bei Einsätzen bereits direkt nach dem ersten Kontakt mit dem Patienten in ein NIDA-pad ein (NIDA = Notfall-Informations- und Dokumentations-Assistent). Diese werden elektronisch in die Notaufnahme des Klinikums Forchheim übermittelt, so dass das Krankenhauspersonal bereits vor dem Eintreffen des Patienten über diesen informiert und auf seine Behandlung vorbereitet ist.

Neben der Schlaganfallversorgung interessierten sich die Gäste besonders für die wirtschaftlichen Daten des Klinikums Forchheim, die Krankenhausdirektor Sven Oelkers vorstellte. Des Weiteren zeigten sie sich begeistert von der hellen Architektur des Krankenhauses, so dass Sven Oelkers die Daten des Architekturbüros, welches das Gebäude geplant hat, mit auf den Weg nach China gab.

Schlaganfall-Einheit

Die Stroke Unit-Zertifizierung und Re-zertifizierung durch die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) erfolgt regelmäßig in dreijährigen Abständen. Das Klinikum Forchheim verfügt über eine von deutschlandweit über 300 zertifizierten Stroke Units. Konkret handelt es sich dabei um eine von deutschlandweit 13 telemedizinisch vernetzten Stroke Units (Telestroke unit).

Auf der Telestroke Unit unter der Leitung von Oberärztin Barbara Willaczek, die auf Station 22 angesiedelt ist, arbeitet ein interdisziplinäres Behandlungsteam aus Fachärzten für Innere Medizin, speziell geschultem Pflegepersonal (Stroke Nurses), Sprach- und Schlucktherapeuten, Ernährungstherapeuten, Physio- und Ergotherapeuten sowie Sozialpädagoginnen. Die neurologische Expertise steht in Form von täglichen Visiten eines neurologischen Facharztes und mittels Teleneurologie zur Verfügung.
Via Telekonsil kann rund um die Uhr ein in der Schlaganfallbehandlung erfahrener Neurologe aus den drei Schlaganfallzentren Erlangen, Bayreuth und Nürnberg zugeschaltet werden.

Foto v.l.n.r. Yuyou Zhu (Anhui Provincial Hospital), Ke Song (Geschäftsführer People’s Hospital of Boxing County), Guoping Wang (Anhui Provincial Hospital), Bo Zhou (Binzhou People’s Hospital), Lei Wu (Anhui Provincial Hospital), Dr. Lorenz Breuer (Universitätsklinikum Erlangen), Liu Huarong (Changsha 8th Hospital, Hunan Provinz), Dr. Barbara Willaczek, Dr. Ling Zhang (West China Hospital Chengdu, Sichuan Provinz), Dr. Jürgen Gschossmann, Sven Oelkers, Yuezhi Hou (Geschäftsführer People’s Hospital of Zhanhua District), Wang He (Deutsch-Chinesischer Technologieaustausch (DCTA) Stiftung), Zhonggong Wang (Binzhou People’s Hospital) und Longlong Liu (Binzhou People’s Hospital) (Foto@Klinikum Forchheim)

Die ersten 100 Tage

Forchheim – Dr. Stefan Weingärtler leitet seit Anfang August 2017 als Chefarzt die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Klinikum Forchheim. Es ist an der Zeit, die ersten hundert Tage Revue passieren zu lassen.

Herr Dr. Weingärtler, wie waren die ersten 100 Tage als Chefarzt?
Anstrengend. Ich war viel mit Papierkram beschäftigt. Aber es macht auch viel Spaß. Ich habe viel Zuspruch erhalten, Viele haben mir gratuliert. Es macht Spaß, selber zu organisieren und eigene Ideen einzubringen.

Was haben Sie bereits umgesetzt?
Prinzipiell wollte ich nicht alles Bewährte über den Haufen werfen. Ich habe die Zertifizierung des Beckenbodenzentrums auf den Weg gebracht. Bei 40 bis 50 Prozent der Frauen kommt es im Laufe des Lebens zu einer Überlastung des Beckenbodensytems. Dabei senken sich Blase, Gebärmutter, Scheide und Enddarm durch die Dehnung des Bindegewebes, welches Halt verschaffen sollte. Oft ist dadurch die Funktion von Blase oder Darm gestört. Währen der Schwangerschaft und Geburt ist die Beckenbodenmuskulatur besonders großen Belastungen ausgesetzt. Daher versuche ich mit beckenbodenorientierter natürlicher Geburtshilfe Spätfolgen zu vermeiden.
Außerdem hat die Personalsituation meine Zeit gebunden, denn die neuen Mitarbeiter müssen eingearbeitet werden.
Zudem habe ich mich für eine Namenänderung meines Fachbereiches stark gemacht. Anstatt „Gynäkologie – abgeleitet von griechisch gyné, Frau – und Geburtshilfe“ sollte man für beide Begriffe die deutsche Bezeichnung verwenden, also „Frauenheilkunde und Geburtshilfe“. Wir nennen uns jetzt auch „Frauenklinik am Klinikum Forchheim“ anstatt „Abteilung“, weil ich der Meinung bin, dass wir uns vor den umliegenden Kliniken nicht verstecken müssen und unser Licht nicht unter den Scheffel stellen wollen.

Was sind Ihre Pläne?
Mein primäres Ziel ist die Zertifizierung des Beckenbodenzentrums. Die Anforderungen umfassen einen bestimmten Operationskatalog und qualifizierte Physiotherapieangebote.
Ich muss die Unterlagen einreichen.
Zusammen mit der Physiotherapie und den Hebammen will ich zudem ein Konzept erarbeiten, um den Schwangeren und Wöchnerinnen in der Klinik die Beckenbodenproblematik näher zu bringen. Wir wollen ein Bewusstsein für den Beckenboden schon um die Geburt, bereits in der Klinik erwecken.

Am 10. März 2018 laden wir Hebammen aus Ober- und Mittelfranken zu einem Symposium zu diesem Thema nach Forchheim ein. Schließlich plane ich bei der Welt- Kontinenzwoche, im Juni 2018 eine Veranstaltung zum Thema Beckenbodenzentrum. Bis dahin möchte ich noch in Forchheim die sakrale Neuromodulation einführen, einem Therapieverfahren zur Behandlung komplexer Blasen- und Darmfunktionsstörungen. Dazu wird ein Generator (ähnlich einem Herzschrittmacher) und zwei Elektroden am Kreuzbein implantiert, ein sogenannter „Blasenschrittmacher“. Ziel ist es, eine Spezialklinik für Dranginkontinenzprobleme zu etablieren. Unsere Klinik führt auch als eine von bisher wenigen Kliniken CESA/VASA Operationen durch, bei der die hinteren Haltebänder des Beckenbodens ersetzt werden, um die Organe (Blase, Gebärmutter, Scheide) wieder in ihre korrekte Position zu bringen, damit die Funktion und damit die Kontinenz wieder hergestellt ist. Wir nehmen dabei an einer Studie zu dem Thema teil und haben Anfragen erhalten, ein internationales Ausbildungszentrum zu werden.

Schließlich ist eine regelmäßig stattfindende „Tumorkonferenz“ gemeinsam mit der Onkologie angedacht: Der Strahlentherapeut, der Onkologe oder Internist, der Chirurg und ich als Frauenarzt besprechen dabei konkrete Fälle von zu behandelnden Patienten.

Vielen Dank für das Gespräch!

In einem Werbespot steht das Adipositas-Zentrum am Klinikum Forchheim im Mittelpunkt. Der Schwerpunkt der konservativen Therapie liegt in der Vermittlung von Ernährungsgrundlagen in Einzel- oder Gruppenschulungen durch Ernährungsberaterin Sabine Lamprecht. Eine Oberärztin betreut parallel die Adipositas-Patienten internistisch und ernährungsmedizinisch, durch diagnostische Maßnahmen wird der Diätverlauf überwacht und gesteuert. Besteht trotz Ausschöpfung aller konservativen Maßnahmen keine Möglichkeit der ausreichenden Gewichtsreduktion, stehen verschiedene operative Maßnahmen zur Verfügung. Chefarzt Dr. Bernhard Drummer und der leitende Oberarzt, Dr. Michael Sturm, bieten das gesamte Spektrum der adipositasrelevanten Operationsverfahren an, von Magenbypass über Schlauchmagen bis zum Magenband.

Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) zeichnet das Klinikum Forchheim erneut aus

Berlin/ Forchheim 10.11.2017 – Jährlich werden etwa zwei Millionen Diabetespatienten in einer Klinik behandelt. Sie wollen sicher sein, dass ihre Grunderkrankung kompetent berücksichtigt wird, auch wenn sie sich etwa wegen eines Eingriffs an Hüfte oder Herz in eine Klinik begeben, die über keine diabetologische Fachabteilung verfügt. Sie möchten sich darauf verlassen können, dass ihr Blutzuckerspiegel bedarfsgerecht überwacht wird, die Narkose auf ihre Diabetes-Erkrankung abgestellt ist oder Notfallequipment für den Fall einer Blutzucker-Entgleisung bereitsteht. Diesen Patienten bietet die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) mit dem Zertifikat „Klinik für Diabetespatienten geeignet (DDG)“ eine nützliche Orientierung: So hilft das Zertifikat Ärzten und Patienten bei der Wahl der richtigen Klinik. Als eine der ersten Einrichtungen in Deutschland hat die DDG das Klinikum Forchheim erneut zertifiziert.

Bei einer Behandlung im Krankenhaus ist es wichtig, bei jedem Patienten die genaue Vorgeschichte, Grunderkrankungen oder Allergien zu erfassen. Bei Menschen, die an Diabetes erkrankt sind, ist dies besonders bedeutend. Das neue Zertifikat „Klinik für Diabetespatienten geeignet (DDG)“ hat das Ziel, die Qualität der Behandlung für Menschen mit der Nebendiagnose Diabetes zu verbessern und damit ein Defizit in der stationären Behandlung zu beheben. Drei der zu erfüllenden Kriterien sind besonders wichtig: Es muss ein diabetologisch versierter Arzt zur Verfügung stehen, Pflegekräfte müssen diabetologisch geschult sein und es muss gewährleistet sein, dass die Blutzuckerwerte bei jedem Patienten geprüft werden.

Als eine der ersten Kliniken in Deutschland erhält das Klinikum Forchheim dieses Zertifikat zum zweiten Mal ausgestellt.

Oberärztin Dr. Elisabeth Dewald erklärt: „Wir haben an unserer Klinik ein routinemäßiges Screening auf erhöhte Glukosewerte. Bei jedem neu aufgenommenen Patienten wird sofort Blut abgenommen und die Blutzuckerwerte werden bestimmt.“ Damit werden nicht nur die Diabetes-Patienten klar identifiziert, sondern auch die, deren Diabetes bislang unentdeckt geblieben ist. DDG-Präsident Professor Dr. med. Dirk Müller-Wieland bilanziert: „das Klinikum Forchheim hat eine fächerübergreifende Diabetes-Kompetenz.

Die standardisierten Abläufe sind vorbildlich. Das ist eine Klinik, die die Nebendiagnose Diabetes ihrer Patienten ernst nimmt und bestmöglich berücksichtigt.“ Davon profitieren vor allem die Patienten. Denn ein gut eingestellter Diabetes trage dazu bei, die Komplikationen wie Nierenversagen, Lungenentzündung und Wundheilungsstörungen zu verhindern.

Interessant ist das neue Zertifikat für alle Krankenhäuser und Reha-Kliniken in Deutschland. Die zertifizierte Klinik darf den Titel „Klinik für Diabetespatienten geeignet (DDG)“ für drei Jahre tragen, danach muss sie sich rezertifizieren lassen. Weitere Informationen zum Zertifikat, ein Antragsformular und eine Checkliste finden sich unter www.ddg.info oder können bei der DDG Geschäftsstelle angefordert werden.

 

Über die Deutsche Diabetes Gesellschaft:

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) gehört mit über 9000 Mitgliedern zu den großen medizinischen Fachgesellschaften in Deutschland. Sie unterstützt Wissenschaft und Forschung, engagiert sich in Fort- und Weiterbildung, zertifiziert Behandlungseinrichtungen und entwickelt Leitlinien.

Ziel ist eine noch wirkungsvollere Prävention und Behandlung der Volkskrankheit Diabetes, von der Millionen von Menschen in Deutschland betroffen sind.

Kontakt für Journalisten:

Pressestelle DDG
Anna Julia Voormann
Postfach 30 11 20, 70451 Stuttgart
Tel.: 0711 8931-552, Fax: 0711 8931-167
voormann@medizinkommunikation.org
www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de

Deutsche Diabetes Gesellschaft
Geschäftsstelle
Albrechtstr. 9
10117 Berlin
Tel.: 030 3116937-26
Fax: 030 3116937-20
info@ddg.info
www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de

„NutritionDay worldwide“ am 9. November – auch das Klinikum Forchheim ist mit dabei

NutritionDay ist ein weltweites Projekt mit der Zielsetzung, ein Bild über Ernährungsrisikofaktoren, Ernährungsstatus, Ernährungspraxis und Therapieerfolg in Kliniken, Intensivstationen und Pflegeheimen zu erhalten. Anhand von anonymisierten Fragebögen wird strukturiert nach Symptomen einer möglichen Mangelernährung bei Patienten gesucht. Eine gezielte Therapie der Mangelernährung kann somit schnell und effektiv eingeleitet werden. Der Therapieverlauf wird nach 30 Tagen erneut mittels Fragebögen kontrolliert und ausgewertet. Diese Datenerhebung erfolgt einmal jährlich, inzwischen in 63 Ländern weltweit.

Das Klinikum Forchheim mit seinem Ernährungsteam nimmt heuer erstmals an dieser weltweiten Studie teil.

Oberärztin Dr. Elisabeth Dewald, die das Ernährungs- und Diabetesteam am Klinikum Forchheim leitet, erläutert die Wichtigkeit dieses Themas: „Mitgebrachte oder erworbene Mangelernährung ist ein häufig festzustellendes Problem bei Patienten in Kliniken oder Pflegeheimen. Durch die rasche Diagnosestellung einer Mangelernährung, eine adäquate Therapieeinleitung und Betreuung durch ein Ernährungsteam kann der Genesungsverlauf der Patienten nachgewiesen deutlich verbessert werden. Auch die Liegedauer in der Klinik kann verkürzt werden.“ Ein routinemäßiges Screening auf Mangelernährung und die sich anschließende individuelle Therapie bilden bereits seit Jahren einen Schwerpunkt in der ernährungsmedizinischen Behandlung der Patienten am Klinikum Forchheim. Die Teilnahme am nutritionDay und die sich anschließende Zertifizierung sind für das Klinikum Forchheim ein weiteres Qualitätssicherungsmerkmal in der Behandlung der Patienten.

Klinikum Forchheim ist neuer Partner von „Wir für Gesundheit“

Das Netzwerk „Wir für Gesundheit“ wächst weiter: Neuer Partner ist Klinikum Forchheim, in denen die PlusCard-Tarife des Debeka Krankenversicherungsvereins a.G. ab sofort auch gelten.

PlusCard-Inhaber haben bei einer stationären Behandlung in der Klinikum Forchheim je nach Tarif Anspruch auf ein Einbett- oder Zweibettzimmer, mit oder ohne Chefarztbehandlung. „Ein hoher Anspruch an medizinischer Qualität und Komfort sind Voraussetzungen, um Partnerklinik bei „Wir für Gesundheit“ zu sein“, sagt Silvio Rahr, Geschäftsführer der Wir für Gesundheit GmbH. „Die Klinikum Forchheim erfüllt alle Kriterien, daher freue ich mich sehr, dass sie nun unserem Netzwerk angehört.“

„Wir freuen uns, dass das Netzwerk unseren hohen medizinischen Qualitätsstandard bestätigt hat und dass die Inhaber der PlusCard ab sofort davon profitieren können“, sagt Sven Oelkers, Krankenhausdirektor des Klinikums Forchheim.

Neben Privatpatienten-Komfort bietet die PlusCard den Versicherten weitere Services, wie die medizinische Zweitmeinung und den kostenlosen Facharzt-Terminservice (0800 800 53 00). In der Vorteilswelt von „Wir für Gesundheit“ erhalten PlusCard-Inhaber Sonderkonditionen bei mehr als 200 Partnern aus den Bereichen Sport, Freizeit, Familie und Gesundheit.

Die PlusCard enthält eine betriebliche Krankenzusatzversicherung, die das Netzwerk „Wir für Gesundheit“ gemeinsam mit dem Debeka Krankenversicherungsverein a. G. entwickelt hat. Arbeitgeber können diese für ihre Mitarbeiter bereits ab fünf Euro im Monat pro Person abschließen. Mit diesem Benefit-Baustein aus dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement ermöglichen Unternehmen ihren Mitarbeitern Privatpatientenkomfort und mehr und positionieren sich als verantwortungsvolle Arbeitgeber. Mit der Option PlusCard Family können PlusCard-Inhaber zudem ihre gesamte Familie absichern. Damit stehen auch allen Familienmitgliedern die Leistungen der PlusCard zur Verfügung.

Weitere Informationen über das Netzwerk, alle Partnerkliniken und die PlusCard-Tarife von „Wir für Gesundheit“ finden Sie im Internet unter: www.wir-fuer-gesundheit.de.

Pressekontakt:
Wir für Gesundheit GmbH
Anja Blau
Leiterin Kommunikation und Marketing
Tel.: 030 – 688 32 94 52 Mobil: 0152 – 54 77 77 98
www.wir-fuer-gesundheit.de